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Pressemitteilung 5. Juni 2010: KSM gibt die Fahrermannschaft für die 24 Std. von Le Mans bekannt

Nachdem es lange Zeit so aussah, als wäre das Team aus Siegburg dieses Jahr nicht bei den 24 Std. von Le Mans dabei, gab es dann aufgrund einiger Absagen von Wettbewerbern doch noch einen Startplatz für KSM. Das Team erfuhr dies im Rahmen einer A.C.O. Pressekonferenz während des LMS Laufes in Spa Franchorchamps und so war die Vorbereitungszeit in diesem Jahr natürlich erheblich kürzer als in den letzten beiden Jahren.

Eine gute Mischung aus Erfahrung im Langstreckenrennsport und jugendlichem Talent bildet den Kern der diesjährigen KSM Fahrermannschaft. Wie bereits beim 8 Std. Rennen in Paul Ricard und beim 1000 km Lauf in Belgien werden sich der Japaner Hideki Noda, der in Singapur lebende Franzose Jean de Pourtales und der erst 24-jährige Engländer Jonathan Kennard bei den diesjährigen 24 Std. von Le Mans das Lenkrad des KSM Lola Judd teilen.

Hideki Noda

Hideki Noda, geboren 1969 in Osaka, ist seit langer Zeit im Motorsport und konnte schon in vielen großen Rennserien Erfolge sammeln. 1994 fuhr er in der Formel 1 und von 1996 bis 1999 war er in der amerikanischen Indy Lights Serie unterwegs, wo er als erster Japaner überhaupt ein von der CART organisiertes Rennen gewinnen konnte. Weitere Stationen seiner Laufbahn waren die Japanische Super GT Serie, die Indy Racing League und das A1 Grand Prix Team Japan. 2006 ging er in der Le Mans Serie erstmals für Zytek an den Start, ein Jahr später gewann er den Titel in der Japanese Le Mans Challenge. 2008 und 2009 fuhr er in der Le Mans Serie und die 24 Stunden für das KSM Team.

Jean de Pourtales

Jean de Pourtalés, geboren 1965 in Neuilly-sur-Seine, startete seine Motorsportkarriere 1995 in der britischen Formel Vauxhall. Nach 2 Saisons setzte er seine Laufbahn im Monoposto in der britischen Formel Renault (1998-2001) und der Euro F-3000 Serie fort (2002-2006). 2007 fuhr er seine erste volle Saison in der Le Mans Serie und war auch in einem LMP2 Pescarolo-Judd bei den 24 Std. von Le Mans am Start, 2008 und 2009 fuhr er dann für KSM in der LMS und bei den 24 Std. von Le Mans.

 

Jonathan Kennard

Jonathan Kennard, geboren 1985 in Tunbridge Wells, Kent, England, hat trotz seiner jungen Jahre bereits eine bemerkenswerte Motorsportkarriere hinter sich, die er im Kartsport begann. 2001 und 2002 fuhr er in der BRSCC T-Car Championship, 2003 und 2004 Formula Palmer Audi, 2005 -2007 Britische F3 Meisterschaft, 2008 mehrere Testfahrten für das Williams F1 Team, 2009 Formel Superleague. Seit Beginn dieser LMS Saison ist er für KSM in Einsatz.

 

Für die diesjährigen 24. Std. von Le Mans hat das Team mit der MVI Group noch einen weiteren Partner gefunden. Die MVI Group und ihre Unternehmen bieten ein breites Spektrum an hochqualifizierten Management- und Engineering-Dienstleistungen, das Logo der Gruppe wird sich an prominenter Stelle auf dem KSM Lola befinden.

Regelmäßige Beobachter der Sportwagenszene werden sich daran erinnern, dass das Siegburger KSM Teams in Le Mans bisher nicht wirklich vom Glück verfolgt war. Die letzten beiden Jahre wurden leider von Trainingsunfällen und Ausfällen überschattet, im letzten Jahr war es ganz besonders bitter, als man an aussichtsreicher Position nur ca. 90 Minuten vor dem Ende des Rennens ausschied. Für dieses Jahr erhoffen sich Hardy Schiller, Kai Kruse und das gesamte Team natürlich ein deutlich besseres Ergebnis.

Kruse Schiller Motorsport

Pressemitteilung 11. Mai 2010: Ausfall in Spa Franchorchamps für KSM

Das Wochenende in den Belgischen Ardennen begann recht verheißungsvoll und gleich mit einer sehr guten Nachricht für das Team aus Siegburg: Am Freitag vor dem Rennen gab der A.C.O. im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt, das KSM aufgrund einiger Absagen von Wettbewerbern einen Startplatz für das 24 Std. Rennen in Le Mans erhalten wird. Nachdem dann auch die beiden freien Trainingsläufe am gleichen Tag sehr positiv verlaufen waren, ging man mit guter Stimmung in den Samstag hinein.

In allen 3 freien Trainings lief der Lola Judd B08/47 absolut problemlos, die 3 Fahrer Hideki Noda, Jonathan Kennard, Jean de Pourtales und Jonathan Kennard konnten viele Trainingsrunden zurücklegen und lagen von den Rundenzeiten her sehr dicht beieinander. Die Zeiten konnten sukzessive gesteigert werden: Nach einer Zeit von 2:35.200 im verregneten 1. freien Training gab es im 2. freien Training eine Rundenzeit 2:15.696, im 3. freien Training stand dann eine Zeit von 2:10.828 zu Buche. Die Aufgabe, den Wagen für das Rennen zu qualifizieren, fiel dann dem Engländer Jonathan Kennard zu, der dies routiniert mit einer guten Zeit von 2.09:795 erledigte.

Auch der Rennsonntag begann für KSM sehr verheißungsvoll, im Warm-Up erzielte man die viertbeste Zeit in der LMP2 Klasse. Jonathan Kennard war der KSM Startfahrer und lag anfangs sogar kurzfristig auf dem 3. Platz. Die Startphase war aufgrund des einsetzenden Regens sehr schwierig für die Fahrer, im weiteren Verlauf des Rennens etablierte sich der KSM Lola auf einer soliden 5. Position. Bei einer Kollision mit Franck Montagny im Peugeot wurden dann leider die gesamte linke Seite des Wagens und auch der Unterboden stark beschädigt. Mit viel Glück und Können schaffte es Jonathan Kennard, den Lola zur Reparatur an die Box zurückzubringen. Durch den kurz darauf folgenden Abbruch des Rennes konnten in der KSM Box derweil alle Teile für die Montage vorbereitet werden.

Die roten Flaggen, die von den Streckenposten in der Folge geschwenkt wurden, hatten allerdings einen ganz anderen Grund als die Kollision und dieser war in der bisherigen Geschichte der LMS einmalig: In der gesamten Region war der Strom ausgefallen und auch an der Rennstrecke in Spa Franchorchamps gingen alle Lichter aus. Eine Zeitnahme war unter diesen Umständen natürlich nicht mehr möglich, auch die für die Sicherheit wichtigen Signalanlagen fielen aus, und so wurde das gesamte Feld unter Parc Ferme Bedingungen auf der Strecke angehalten. Da zu diesem Zeitpunkt schon keine geordnete Kommunikation mehr möglich war, fuhren manche Fahrzeuge auch an die Box, es wurde aber auf Sanktionen verzichtet. Nach etwa 45 Minuten war der Strom dann wieder da und das Rennen konnte fortgesetzt werden.

Jean de Pourtales in Spa 2010

Jean de Pourtales am Steuer des KSM Lola in Spa

Der KSM Lola lag immer noch an 5. Stelle in der Klasse, als der Franzose Jean de Pourtales das Lenkrad übernahm. Leider blieb das Fahrzeug mit einem Problem im Bereich der Kraftübertragung auf der Strecke stehen - eine bittere Enttäuschung für die gesamte Mannschaft. Am traurigsten reiste wohl der Japaner Hideki Noda aus Belgien ab, denn er war im Rennen überhaupt nicht zum Fahren gekommen.

Hardy Schiller: "Nachdem wir absolut problemlose Trainingssessions hatten und auch die aufgrund der Wetterbedingungen sehr schwierige 1. Rennphase gut überstanden wurde, war der Ausfall natürlich eine herbe Enttäuschung. Wir werden jetzt nach der Rückkehr in unserer Werkstatt die genaue Ausfallursache ermitteln, die Schwachstelle beheben und den Wagen für das nächste Rennen optimal vorbereiten. An dieser Stelle noch einmal meinen besonderen Dank an das gesamte Team für den vollen Einsatz, den alle an diesem Wochenende gezeigt haben!"

Kai Kruse: "Spa bedeutete in diesem Jahr Freude und Ärger zugleich. Die guten Trainingsläufe und die Nachricht über den Startplatz in Le Mans haben beim gesamten Tam für gute Stimmung gesorgt und wir alle waren am Renntag entsprechend optimistisch. Jetzt müssen wir uns darauf konzentrieren, für die 24 Stunden von Le Mans gut vorbereitet zu sein, wobei die Vorbereitungszeit in diesem Jahr aufgrund der späten Bestätigung unseres Startplatzes natürlich etwas kürzer ausfällt."

Kruse Schiller Motorsport

Pressemitteilung 6. Mai 2010: KSM bereitet sich auf Spa Franchorchamps vor

4 Wochen nach dem Saisonauftakt in Paul Ricard steht der 2. Lauf der LMS auf dem Programm - die 1000 km von Spa Franchorchamps, eine klasse Langstreckendistanz auf einer ebenso klassischen Strecke. Seit der ersten LMS Saison im Jahr 2004 ist der Lauf in Spa ein fester Bestandteil der Le Mans Serie und diese Strecke hat unter Zuschauern und Fahrern gleichermaßen viele Fans. Aufgrund des Höhenunterschiedes von ca. 100 Metern pro Runde, einigen sehr schnellen Kurven sowie der hohen Durchschnittsgeschwindigkeit trägt die Strecke auch den Spitznamen "Ardennenachterbahn". Zeitenweise wurde die Strecke aufgrund zu hoher Geschwindigkeiten sogar aus dem Grand Prix Kalender verbannt, nach einigen Umbaumaßnahmen, durch die die Sicherheit erhöht wurde, wurde dies aber wieder rückgängig gemacht. Nach mehreren Modifikationen beträgt die Streckenlänge jetzt etwas mehr als 7 km, der schnelle und hügelige Charakter wurde aber nie verändert.

Für viele Teams ist dieser Lauf auch gleichzeitig die Generalprobe für das 24 Std. Rennen in Le Mans und das wird auch in diesem Jahr wieder für viel Spannung sorgen: Die Werksteams von Peugeot und Audi treten mit ihrer vollen Besetzung zum Kampf um den Gesamtsieg an.

Nachdem die LMS in diesem Jahr leider nicht in Deutschland gastiert, betrachtet die Mannschaft von KSM den Lauf in den Ardennen als das diesjährige Heimrennen, denn die Strecke liegt nur etwa 2 Fahrstunden von der KSM Werkstatt in Siegburg, Deutschland entfernt. In der Zeit seit dem Lauf in Paul Ricard wurde intensiv am Fahrzeug gearbeitet, um die in Frankreich entdeckte Schwachstelle im Bereich der Schaltsteuerung auszumerzen. Alle anderen Systeme und insbesonders der neue Judd Motor funktionierten bereits in Frankreich sehr gut, so dass das Team gut vorbereitet die Reise nach Belgien antreten wird. Ein Funktionstest auf dem Flughafen in Dahlem in der letzten Woche verlief äußerst erfolgreich.

In der Zeit zwischen den beiden LMS Läufen konnte KSM auch einen neuen Partner gewinnen: Die MVI Group bietet Management- und Engineering-Dienstleistungen im Bereich Automotive an.

Das Lenkrad des KSM Lola werden sich wie bereits in Paul Ricard der Japaner Hideki Noda, Jonathan Kennard, der Franzose Jean de Pourtales und der Engländer Jonathan Kennard teilen. Alle 3 Fahrer sind mit der Strecke vertraut und kennen diese aus früheren Rennen bestens.

Die bisherigen LMS Wochenenden in Spa verliefen für das KSM Team sehr gemischt. Nachdem man 2008 aus Sicherheitsgründen auf den Start verzichtete, konnte das Team im letzten Jahr mit einem 5. Platz in der Klasse Meisterschaftspunkte holen. Viele Fans erinnern sich noch an das dramatische Finale, als der KSM Lola beinahe kurz vor der Ziellinie aufgeben musste, dann aber letztlich doch noch aus eigener Kraft die Karierte Flagge sah. Für dieses Jahr ist man bei KSM sehr optimistisch und hofft darauf, mit der neuen Motor/Chassis Kombination ein positives Ergebnis zu holen und Meisterschaftspunkte einzufahren.

Kruse Schiller Motorsport

Pressemitteilung 15. April 2010: Positiver Saisonstart für KSM -Verstärkung durch Jonathan Kennard

Zum ersten Mal in der Geschichte der nunmehr seit 2004 stattfindenden Le Mans Series stand am vergangenen Wochenende ein 8h Rennen im französischen Le Castellet auf dem HTTT Circuit Paul Ricard auf dem Programm. Somit musste sich die europäische Sportwagenelite - darunter auch KSM aus Siegburg - erstmals auch darauf einstellen deutlich mehr als die klassische 1000 km Distanz zurück zulegen.

KSM, welches dieses Jahr erstmals mit einem Judd Motor, aber weiterhin mit dem bewährten Lola LMP 2 Chassis an den Start ging, musste sich in der Klasse insgesamt 11 Mitbewerbern stellen. 41 Fahrzeuge aus den jeweiligen LMP und GT Klassen standen am Start. Seit längerem war das Team auf der Suche nach einer Verstärkung für die beiden seit 2008 für das Team fahrenden Stammpiloten Hideki Noda und Jean de Pourtales. Kurz vor dem Beginn des 1. LMS Laufes der Saison 2010 wurde man fündig und einigte sich mit dem Briten Jonathan Kennard. Jonathan Kennard bringt einiges an Motorsporterfahrung mit. Der 24 Jahre junge und schnelle Engländer erzielte bereits einen Sieg in der britischen Formel 3, Podiumsplatzierungen in der Formula Superleague und absolvierte Testfahrten für das Williams F1 Team.

Während der offiziellen LMS Testfahrten vor 5 Wochen an gleicher Stelle hatte das Team mit diversen Abstimmungsproblemen im Bereich der Getriebeschaltsteuerung zu kämpfen. Nach ausführlicher Analyse und Überarbeitung war man sich sicher das Problem gelöst zu haben und war dementsprechend optimistisch für das Rennen. Leider dauerte es 2 Trainingssessions bis man das System in den Griff bekam, sodass man bis zum Qualifying leider noch keine optimale Fahrzeugabstimmung erarbeitet hatte. Trotzdem gelang nochmals ein großer Zeitensprung, sodass es am Ende zum 9. Startplatz in der Klasse reichte.

Boxenstop in Paul Ricard 2010

Boxenstop in Paul Ricard

Jean de Pourtales konnte sich nach einem guten Start direkt auf den 7. Platz verbessern und hielt den Anschluss an die vor Ihm fahrende Konkurrenz. Zum Ende seines 2. Stints stellten sich allerdings wieder Schaltprobleme ein, die den KSM Mechanikern eine längere, aber letztendlich erfolgreiche Reparaturpause bescherten. Trotz schneller Arbeit fiel das Team auf den 40. Gesamtplatz und den 12. Platz in der Klasse zurück. Hideki Noda übernahm dann für 3 Stints und fuhr stark bis auf den 9. Platz vor. Für die letzten beiden Rennstunden war es Johnathan Kennards Aufgabe noch weiter nach vorne zu fahren und den Lola ins Ziel zu bringen. Dies gelang Ihm beides und außerdem beeindruckte er bei seinem Langstreckendebüt mit extrem konstanten und schnellen Rundenzeiten. Am Ende reichte es daher für das Team für den 29. Gesamtplatz sowie den 8. Rang in der Klasse. Durch die höhere Siegerrenndistanz von über 1500 km wurden zudem doppelte Punkte vergeben, sodass sich das Siegburger Team mit 12 Punkten über einen am Ende doch noch positiven Saisonstart freuen kann. Zusätzlich erreichte das Team noch den 5. Gesamtrang in der Michelin Endurance Challenge, in der es um den besten Kraftstoffverbrauch geht. Somit setzte sich KSM hier sogar das letztjährige Siegerfahrzeug von Peugeot in Le Mans durch.

Hardy Schiller: "Wir dachten nach dem Test alle kleinen Probleme aussortiert zu haben, aber leider ist uns das im Vorfeld nicht zu 100% gelungen. Trotzdem haben wir nicht aufgegeben und weiter gekämpft, und wurden letztendlich mit 12 Meisterschaftspunkten belohnt! Ich denke die Mannschaft hat zum Ende des Rennens gezeigt was möglich ist und darauf möchten wir für das nächste Rennen in Spa Franchorchamps aufbauen!"

Kai Kruse: "Dies waren hart erarbeitete Punkte, aber wieder einmal hat sich das Durchhalten gelohnt. Die Jungs haben nie aufgegeben. Begeistert hat mich auch trotz des Trainingsrückstands die starke Rennperformance, die wir gezeigt haben. Dies macht mir Hoffnung auf bessere Ergebnisse in der Zukunft, auch wenn erst mal noch ein hartes Stück Arbeit vor uns liegt. Beeindruckt waren wir vom starken Debüt von Jonathan in der LMS. Er hat im Rennen mit sehr konstanten und schnellen Rundenzeiten gezeigt was möglich ist. Wir hoffen, in Spa daran anschließen zu können."

Kruse Schiller Motorsport

Pressemitteilung 5. April 2010: KSM Vorschau auf die 8 Std. von Castellet

In wenigen Tagen wird sich KSM, das deutsche LMP2 Team aus Siegburg, auf den Weg zum Paul Ricard HTTT nach Frankreich zum 1. Lauf der Le Mans Serie 2010 machen.

Kaum zu glauben für eine von einem französischen Automobilklub veranstalteten Rennserie, aber mit Ausnahme eines einmaligen LMS Vorschaurennens, den 1000 km in Le Mans 2003, ist dies der erste LMS Lauf auf französischen Boden.

Die Strecke, auch unter dem Namen "Le Castellet" weltweit bei allen Rennfans bekannt, wurde 1969 in Südfrankreich in Le Castellet in der Nähe von Marseille gebaut, finanziert im Wesentlichen vom französichen Industriellen Paul Ricard. Die Geschichte der Strecke verlief in der Folgezeit sehr gemischt. Le Castellet war am bekanntesten und wurde häufig benutzt in den 7oern, 80ern und 90ern, in diesen Jahrzehnten war man dort regelmäßig Gastgeber für den französischen Formel 1 Grand Prix. Danach fanden dort dann überwiegend Motorradrennen und nationale französische Rennen statt. 1999 wurde die Strecke an eine dem Formel 1 Promotor Bernie Ecclestone gehörende Firma verkauft und in der Folgezeit systematisch in eine Teststrecke ausgebaut, bekannt durch seine sehr weiten blau-schwarzen Auslaufzonen. Die Strecke kann in vielen verschiedenen Variationen benutzt werden, die kürzeste ist gerade mal etwas über 800 Meter lang, das längstmögliche Streckenlayout beträgt 5.8 km. Die berühmte, 1.8 km lange Mistral Gerade ist der schnellste Teil, allerdings nur, wenn man sie ohne die Schikane benutzt.

41 Fahrzeuge wurden zum 1. Lauf der LMS 2010 angemeldet und wie schon in vergangenen Jahren wird der Wettbewerb mit 11 Startern in der LMP2 Klasse sehr hart sein. Die Anzahl der verschiedenen Chassis/Motorkombinationen ist groß: Bei den Chassis sind Lola, Pescarolo, Courage, Ginetta-Zytek und HPD dabei, die beiden letzteren sind auch zusammen mit Judd und AER bei den Motoren vertreten.

Wie bereits in den letzten beiden Jahren wird KSM das einzige deutsche Team in dieser Klasse sein, und es setzt auch als einziges Team der Serie ein Lola Chassis in der offenen Version ein, kombiniert mit einem V8 Judd Motor. Diese Kombination ist neu für das Team, die ersten Fahrten beim offiziellen LMS Test im März in Paul Ricard verliefen vielversprechend.

Der KSM Lola Judd wird von der erprobten Mannschaft Hideki Noda und Jean de Pourtales gesteuert, beide waren bereits 2007 und 2008 für das Team im Einsatz. Der frühere Formel 1 Pilot und Japan Le Mans Challenge Sieger Hideki Noda geht in seine 3. LMS Saison, der Franzose Jean de Pourtales ist bereits seit 2007 in der Serie aktiv. Auch in der Box ist Kontinuität Trumpf: Gavin Wills, Alex Schiller, Andre Heidel und Frank Troebs waren bereits im letzten Jahr für KSM im Einsatz, neu hinzugekommen sind Ingenieur Paul South und die Mechaniker Mike Bitterlich und Dieter Klein.

Hardy Schiller: "Nach der langen Winterpause war konnte ich selbst die ersten Kilometer mit der neuen Chassis-Motor Kombination bei einem Funktionstest auf einer Flughafenpiste zurücklegen, eine tolle Erfahrung. Der komplette Hinterwagen wurde überarbeitet und funktionierte sofort absolut fehlerfrei. Jetzt kann ich es kaum erwarten unser Auto wieder in einem Rennen zu sehen."

Das freie Training findet am Freitag statt, das Qualifikationstraining am Samstag und am Sonntag um 11:00 Uhr fällt die Startflagge. Im Vergleich zu einem 1000 km Rennen wird für die 8 Stunden aufgrund der größeren Distanz die doppelte Anzahl an Punkten vergeben.

Kruse Schiller Motorsport

Pressemitteilung 16.03.2010: Saisoneröffnung bei den LMS Testfahrten in Südfrankreich

Das KSM Team aus Siegburg nahm am 7. und 8. März an den offiziellen LMS Testtagen in Paul Ricard in Frankreich teil. Insgesamt legte das Team an beiden Tagen 1032 km zurück, also die volle Distanz eines typischen LMS-Laufes. Abgesehen von einem kurzen 25 km Shakedown auf einem deutschen Flugplatz war dies die erste richtige Testfahrt mit der neuen Motor/Chassis Kombination, dabei gab es nur kleinere Probleme und es wurden die meisten Ziele erreicht. Der neue Judd LMP2 Motor wurde von allen Fahrern als sehr angenehm zu fahren beurteilt und auch der fast gänzlich neu konstruierte Hinterwagen bestand die Feuerprobe sehr gut, das Getriebe im neuen Gehäuse funktionierte hervorragend.

Das größte Problem war das Wetter. Für die Jahreszeit war es in Südfrankreich mit Höchsttemperaturen von 3-5°C viel zu kalt, darüber hinaus war es auch zeitweise extrem windig und das hatte natürlich nicht unerhebliche Auswirkungen auf das ganze Testprogramm. So war zum Beispiel auch ein ausgiebiger Nachttest vorgesehen, aber als nach einigen Runden am späten Sonntagabend dann plötzlich Schneeflocken im Scheinwerferlicht des Lola-Judd auftauchten, entschied man sich dafür, das Fahrzeug an die Box zurück zu rufen und erst am Montag weiter zu testen.

5 verschiedene Fahrer drehten im Laufe der 2 Tage ihre Runden hinter dem Lenkrad des KSM-Lola-Judd:

Durch die Kälte gab es kleinere Probleme mit der Motoreinstellung und den Thermostaten. Aufgrund der niedrigen Asphalttemperaturen verzichtete das Team auf die Jagd nach Top-Rundenzeiten sondern legte den Fokus auf Stabilitätstests und darauf, die Fahrer mit dem Auto vertraut zu machen.

Das Sammeln von Streckenerfahrung war in diesem Jahr in Paul Ricard besonders wichtig, denn diese Strecke wird auch der Austragungsort des 1. LMS-Laufes im April sein. Die LMS wird vom 9.-11. April dort erstmalig einen Lauf der Serie durchführen und dabei handelt es sich mit einem 8 Stunden-Rennen auch gleichzeitig um ein neues Format.

Etwas zu feiern gab es auch beim KSM Team: Der Japaner Hideki Noda hatte am Sonntag Geburtstag und freute sich riesig, als ihn das Team mit einer Geburtstagstorte überraschte. Auf die Fragen nach seinem Alter schwieg er aber beharrlich.

In der LMS Saison 2010 wird das Team mit der bewährten Fahrerkombination Jean de Pourtales und Hideki Noda an der den Start gehen, ein 3. Pilot wird evtl. noch bekannt gegeben.

Bilder vom LMS Test in Paul Ricard gibt es in der Fotogallerie.

Kruse Schiller Motorsport

Pressemitteilung 19.02.2010: KSM bereitet sich auf die Saison 2010 vor

Das KSM Team aus Siegburg wird 2010 zum 3. Mal an der Le Mans Serie teilnehmen und hat für alle Rennen gemeldet. Insgesamt haben 16 Teams in der LMP2 Klasse Autos gemeldet, was einen dichten Wettbewerb erwarten lässt. Nach der eher enttäuschenden Saison 2009, die aufgrund von Problemen im technischen Umfeld frühzeitig beendet werden musste, hat KSM nun ein neues Paket für 2010 zusammengestellt. Das Team hat sich für eine Partnerschaft mit Engine Developments Ltd entschieden, in diesem Jahr wird ein 3.4 Ltr. V8 Judd-Motor im Heck des KSM Lola installiert sein. Die nötigen Anpassungen am Chassis wurden mittlerweile in der Lola Fabrik in Huntingdon, England vorgenommen.

Ein weiterer neuer Partner ist Althaus Engineering, die das Team im Bereich der Materialpüfung und -kontrolle sowie der Qualitätssicherung unterstützen werden. Andere, bereits erprobte Partnerschaften werden weiter bestehen, der KSM Lola wird wie bereits in der Vergangenheit auf Dunlop-Reifen unterwegs sein.

Neben den Anpassungen zum Einbau des Judd-Motors mussten auch einige reglementbedingte Änderungen am Fahrzeug vorgenommen werden. Ein erster Roll-Out mit einem Funktionstest wird baldmöglichst stattfinden. Im Anschluss plant das Team einen ausgiebigen Test mit mehreren Fahren beim offiziellen LMS-Testtag am 7. und 8. März auf dem Paul Ricard High Tech Test Track in Frankreich. Das Team möchte mit einer Mannschaft von 3 Piloten in die neue Saison starten, dem neuen Reglement entsprechend wird mindestens einer davon ein sogenannter "Gentlemen-Driver" sein.

Am 4. Feb. 2010 verkündete der A.C.O. auf einer Pressekonferenz die Liste der 55 Starter bei den diesjährigen 24. Std. von Le Mans. Anders als in den letzten beiden Jahren, in denen 12 Teams aus der LMP2 Klasse einen Startplatz erhielten, wurden diesmal nur 9 Plätze für diese Klasse vorgesehen - und so gab es bei einigen Teams natürlich tiefe Enttäuschung, darunter auch bei KSM. Das Team aus Siegburg hatte auf seine dritte aufeinanderfolgende Teilnahme in Le Mans gehofft und findet sich nun auf Platz 3 der Prototypenreserveliste wieder. Dies bedeutet aber auch, dass ein Start immer noch im Bereich des Möglichen ist und so haben sich Hardy Schiller und Kai Kruse dazu entschlossen, die Nennung bis zum letztmöglichen Zeitpunkt aufrecht zu erhalten.

Judd engine

Das KSM Lola Chassis und der Judd-Motor - eine neue Kombination für die Saison 2010

Kruse Schiller Motorsport

18.08.2009: KSM beendet die Le Mans Serie 2009 vorzeitig

Zum Bedauern des Teams haben sich die Teamchefs Hardy Schiller und Kai Kruse dazu entschieden, die Teilnahme für die beiden verbleibenden Rennen der Le Mans Serie 2009 am Nürburgring und Silverstone auszusetzen.

Anhaltende Probleme und Unstimmigkeiten im technischen Umfeld ließen keine Aussicht, die zweite Saisonhälfte wettbewerbsfähig in Angriff zu nehmen.

Für die Zukunft werden Gespräche mit potentiellen neuen Partnern geführt, welche dem Team die Möglichkeit geben, erfolgreich in der Le Mans Serie und bei den 24h von Le Mans 2010 an den Start zu gehen.

An dieser Stelle möchte sich KSM bei allen Partnern, Sponsoren und bei allen Fans für deren Unterstützung in dieser Saison bedanken. Ebenso bei der Organisation der Le Mans Serie sowie dem ACO für die gute Zusammenarbeit.

Kruse Schiller Motorsport

28.07.2009: KSM verzichtet auf Start an der Algarve

Mit Bedauern geben wir heute bekannt, das unser KSM Lola Mazda beim nächsten Lauf der Le Mans Serie auf dem "Autodromo International Algarve" nicht am Start sein wird.

Hardy Schiller: "Die Schäden, die in Le Mans durch den Unfall im Training und den Brand des Fahrzeuges kurz vor Rennende entstanden sind, waren doch leider größer als ursprünglich angenommen. Schweren Herzens haben wir uns dazu entschlossen, am LMS-Lauf in Portugal nicht teilzunehmen, um dann für den Rest der Saison optimal vorbereitet zu sein."

Kai Kruse: "Die Behebung der Schäden am Fahrzeug dauert zurzeit noch an und macht uns eine Teilnahme am LMS-Lauf in Portugal leider unmöglich. Natürlich ist dies eine große Enttäuschung, denn beim 1. Nachtrennen der LMS, welches eine ganz besondere Herausforderung darstellt, wären wir gerne dabei gewesen."

Kruse Schiller Motorsport

Pressemitteilung 29. Mai 2009: KSM gibt die Fahrermannschaft für die 24 Std. von Le Mans bekannt

Eine solide Mischung aus Erfahrung im Langstreckenrennsport bildet den Kern der diesjährigen KSM Fahrermannschaft. Der Japaner Hideki Noda, Jonathan Kennard, der in Singapur lebende Franzose Jean de Pourtales und der mit Hongkong-Lizenz fahrende Engländer Matthew Marsh werden sich bei den diesjährigen 24 Std. von Le Mans das Lenkrad des KSM Lola Mazda teilen.

Hideki Noda

Hideki Noda, geboren 1969 in Osaka, ist seit langer Zeit im Motorsport und konnte schon in vielen großen Rennserien Erfolge sammeln. 1994 fuhr er in der Formel 1 und von 1996 bis 1999 war er in der amerikanischen Indy Lights Serie unterwegs, wo er als erster Japaner überhaupt ein von der CART organisiertes Rennen gewinnen konnte. Weitere Stationen seiner Laufbahn waren die Japanische Super GT Serie, die Indy Racing League und das A1 Grand Prix Team Japan. 2006 ging er in der Le Mans Serie erstmals für Zytek an den Start, ein Jahr später gewann er auf einem LMP1 Zytek 3 von 4 Rennen und damit auch den Titel in der Japanese Le Mans Challenge. 2008 fuhr er die komplette Le Mans Serie und die 24 Stunden für das KSM Team. Weitere Information über ihn und seine Karriere findet man auf seiner Website www.hideki-noda.net.

Jean de Pourtales

Jean de Pourtalés, geboren 1965 in Neuilly-sur-Seine, startete seine Motorsportkarriere 1995 in der britischen Formel Vauxhall. Nach 2 Saisons setzte er seine Laufbahn im Monoposto in der britischen Formel Renault (1998-2001) und der Euro F-3000 Serie fort (2002-2006). 2007 fuhr er seine erste volle Saison in der Le Mans Serie und war auch in einem LMP2 Pescarolo-Judd bei den 24 Std. von Le Mans am Start, 2008 fuhr er dann für KSM in der LMS und bei den 24 Std. von Le Mans. Der Familienname "de Pourtales" ist übrigens ein Teil der langen Geschichte der 24 Std. von Le Mans, denn sein Großonkel Max de Pourtalés war bereits 1923 bei der 1. Ausgabe des Langstreckenklassikers am Start. Zusammen mit Sosthene de la Rochefoucauld erzielte er dabei den 10. Platz im Gesamtklassement und einen Klassensieg in einem Bugatti Brescia 16 S.

Matthew Marsh

Matthew Marsh, geboren 1968 in Welwyn, lebt in Hongkong. Als Rennfahrer, Motorsportjournalist und Fahrertrainer ist er eine der bekanntesten Motorsportpersönlichkeiten in Asien. Er begann mit dem Motorsport 1998 in der englischen Caterham Serie, weitere Stationen seiner Karriere waren der Macao Grand Prix, der Carrera Cup Asia und das 24 Std. Rennen in Bathurst. 3-mal nahm er an den 24 Std. vom Nürburgring teil, im letzten Jahr gewann er dort auf einem Aston Martin in seiner Klasse. Im Jahr 2007 repräsentierte er als erster Fahrer Hongkong bei den 24 Std. von Le Mans in einem GT2 Ferrari F 430. Matthew stieß zu Beginn dieser Saison zum KSM Team und erzielte seine ersten Meisterschaftspunkte bei 1000 km Rennen in Spa Francorchamps. Während der Rennwoche in Le Mans wird er seine Website www.matthewmarsh.net regelmäßig aktualisieren.

In diesem Jahr feiert der KSM Motorenpartner Mazda das 25-jährige Jubiläum des 1. Klassensiegs in Le Mans, im Jahre 1984 gewann man an der Sarthe die C2 Klasse in einem Lola Chassis. Ein weiterer Klassensieg folgte dann 1987 mit dem Gewinn der IMSA-GTP Klasse. Der absolute Höhepunkt war der Mazda-Gesamtsieg bei den 24 Std. von Le Mans 1991, bis heute hat kein anderer japanischer Hersteller dies erreichen können.

Regelmäßige Beobachter der Sportwagenszene werden sich daran erinnern, dass der letztjährige Auftritt des Siegburger KSM Teams in Le Mans vom Pech verfolgt war. Gegen Mitternacht im 2. Mittwochstraining hatte Hideki Noda einen fürchterlichen Unfall in der Dunlop Schikane, bei dem das Fahrzeug völlig zerstört wurde. Die Experten waren sich sicher, das ein Startverzicht wohl unausweichlich war, aber KSM nahm die Herausforderung an und baute den Wagen bis zum Warm Up am Samstag morgen wieder auf. Im Rennen lief der Wagen dann zunächst relativ problemlos, bis um etwa 2:00 Uhr morgens ein Getriebeproblem das Rennen beendete. Für diese Jahr erhoffen sich Hardy Schiller und Kai Kruse natürlich ein besseres Ergebnis.

Hardy Schiller: "Dies wird mein 2. Jahr in Le Mans sein und die Spannung steigt langsam aber sicher. In den letzten Wochen haben wir alles unternommen, um das Fahrzeug standfest und schnell zugleich zu machen, die Vorbereitung war extrem gründlich". Jetzt, wo auch unser Fahrerteam komplett ist, können wir es kaum erwarten, nach Frankreich aufzubrechen, denn Le Mans ist der ultimative Höhepunkt jeder Sportwagensaison. Wieder einmal werden wir das einzige deutsche Team in der LMP2-Klasse sein und ich freue mich sehr auf den Wettbewerb."

Kai Kruse: "In der Vergangenheit war der Le Mans Testtag immer eine wichtige Gelegenheit für neue Fahrer, die Strecke kennen zulernen und die Ingenieure konnten Daten für die Fahrzeugabstimmung sammeln. In diesem Jahr wurde der Testtag abgesagt, umso wichtiger ist es also, das alle unsere Fahrer dort bereits am Start waren und die Strecke bestens kennen. Auch der Lola Mazda war ja dort bereits im letzten Jahr am Start und so werden wir von den Daten profitieren, die wir im Vorjahr sammeln konnten. Die Vorbereitungszeit ist lang und das Rennen zur Zielflagge hat eigentlich schon jetzt begonnen. Wir werden unser Bestes geben um ein gutes Ergebnis zu erzielen."

Kruse Schiller Motorsport

Pressemitteilung 12. Mai 2009: 5. Platz in Spa Francorchamps

Nach dem Ausfall in Barcelona reiste das Team mit hohen Erwartungen an die Rennstrecke in den belgischen Ardennen, denn der in Spanien gezeigte Speed ließ einiges erhoffen.

Das Freitagstraining fand bei sehr gemischten Wetterbedingungen statt, die Piste war feucht-nass und das Training endete leider für das Team vorzeitig. Der Lola Mazda befand sich auf der 13. Runde als Francesco Sini mit einem Turboladerschaden zurück an die Box kam.

Am Samstag wahrend des 2. Freien Trainings und der Qualifikation konnten dann mehr Runden zurückgelegt werden und letztendlich belegte KSM mit einer Rundenzeit von 2:12,876 Min. den 21. Platz im Gesamtklassement, das bedeutete den 9. Platz in der LMP2-Klasse.

Zusammen mit dem Rennsonntag kam dann leider zunächst einmal auch der Nebel. Die Sicht war morgens unglaublich schlecht, stellenweise sogar fast bei Null und so entschied dann der Veranstalter vernünftigerweise, das Warm up abzusagen. Im Laufe des Vormittags verzog sich der Nebel dann und gegen Mittag war es dann hell und sonnig.

Der Start fand dann bei besten Wetterbedingungen statt und KSM Startfahrer Hideki Noda konnte es kaum erwarten, endlich Gas zu geben. Nach dem Start leget er dann 2 sehr gute Stints mit schnellen Rundenzeiten hin. Gegen Ende der ersten Safety Car Phase passierte ihm dann leider ein kleines Missgeschick, als er ein GT-Fahrzeug noch vor Erreichen der Startlinie überholte. Dies ist laut Reglement verboten und wurde dann auch folgerichtig von der Rennleitung mit einer Stop & Go Strafe geahndet. Trotzdem lag die Startnummer 39 nach der 1. Rennstunde auf dem 4. Platz in der Klasse. Die richtige Strategie zum Zeitpunkt des nächsten Safety Car Einsatzes sorgte dann dafür, das der KSM Lola bis auf den 3. Platz vorstieß und zum ersten Mal in dieser Saison die 3 blauen Positionslichter auf jeder Seite des Wagens aufleuchteten.

In den nächsten Stunden sorgten dann einige Zwischenfälle dafür, dass der Wagen wieder zurückfiel. Die Reparatur eines defekten Gaspedals kostete Zeit und ein weiterer unplanmäßiger Boxenstop wurde fällig, als Hideki Noda mit einem Reifenschaden und beschädigter Karosserie die Box ansteuerte. Die beiden letzten Stints wurden dann vom Italiener Francesco Sini gefahren, aber ein Zwischenfall auf der Strecke sorgte für einen längeren, letzten Boxenstop. Unter anderem mussten einige Teile der Karosserie ausgetauscht werden und so war der Wagen auf den 8. Platz zurückgefallen, als Sini zum Schlussspurt die Boxengasse verließ. Ca. 10 Minuten vor Rennende sah es dann aber so aus, als hätte das Pech das Team aus Siegburg erneut heimgesucht.

In Sichtweite der Ziellinie bleib das Fahrzeug auf der Strecke stehen, Ursache war vermutlich ein Getriebeproblem. Kai Kruse und einige Mechaniker sprinteten sofort in olympiaverdächtigem Tempo zum Wagen. Aktive, fremde Hilfe ist in einer solchen Situation natürlich durch die Regeln verboten, aber das Erteilen von Ratschlägen an den Fahrer ist erlaubt. Mehrere Maßnahmen wurden versucht und letztendlich überquerte der KSM Lola dann doch noch die Ziellinie.

Auf der Strecke beendete das Team das Rennen an 8. Position, aber durch die spätere Disqualifikation von 3 Wettbewerbern wurden Sini/Noda/Marsh dann am Montag auf Platz 5 in der Ergebnisliste geführt.

Spa Francorchamps

Spa Francorchamps, 9. Mai 2009: Das KSM Team

Hardy Schiller:" Die Zielankunft beinahe zu verpassen obwohl die Flagge schon in Sicht war hat bei uns allen einiges an Adrenalin freigesetzt. Letztendlich wurden unsere Anstrengungen aber belohnt und darüber freue ich mich natürlich sehr. Ich möchte mich beim gesamten Team für die exzellente Arbeit an diesem Wochenende bedanken. Wir müssten während des Rennens leider öfter halten als geplant, aber was immer auch passierte, wir konnten den Wagen immer in kürzestmöglicher zeit wieder zurück auf die Strecke schicken. Jetzt freuen wir uns natürlich alle auf den Höhepunkt jeder Sportwagensaison und hoffen auf ein gutes Ergebnis bei den 24 Std. von Le Mans in Frankreich."

Kai Kruse: "Ein sehr ereignisreicher Tag kam dann doch noch zu einem guten Ende, als Francesco die Linie überquerte und dadurch Meisterschaftspunkte gesichert wurden. Wir werden die Ursachen der Probleme in den nächsten Wochen analysieren und den Lola Mazda dabei weiter verbessern. Die Restriktoranpassung war ein Schritt in die richtige Richtung, aber aufgrund der weiterhin schlechten Treibstoffqualität reicht dies leider noch nicht aus um einen fairen Leistungsausgleich zu den V8 herbeizuführen. Wir haben mit der zwischenzeitlichen 3. Position gezeigt was geht und werden weiter hart daran arbeiten."

Kruse Schiller Motorsport

Pressemitteilung 4. Mai 2009: KSM bereitet sich auf Spa vor

Die Hochgeschwindigkeitsstrecke in den belgische Ardennen war schon immer ein ganz besonderes Events im Kalender der Le Mans Serie. Die Piste ist wirklich einzigartig, das hügelige, aber trotzdem schnelle Layout stellte die Teams in der Vergangenheit schon immer vor eine extreme Herausforderung. Spa Francorchamps ist eine klassische Rennstrecke und als solche auch eine Lieblingspiste vieler Fahrer und Rennfans. Die Strecke kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, der 1. belgische Grand Prix wurde bereits im Jahr 1924 hier ausgetragen. Im Laufe der Zeit wurde der ursprünglich 15 km lange Kurs mehrfach modifiziert, aber bis zum Jahr 2000 waren einige Sektionen der Piste immer noch Teil des öffentlichen Straßennetzes und wurden im Alltag befahren. Eau Rouge, die Bergauf-Kurve hinter dem älteren Teil der Boxenanlage, ist wohl eine der berühmtesten Kurven der Welt und verlangt den Fahrern Können und Mut in gleichem Maße ab. Die "Eau Rouge" und "Blanchimont" Kurven müssen beide mit Vollgas genommen werden, um auf den jeweils darauffolgenden Geraden eine gute Geschwindigkeit zu erreichen.

Nach mehreren Modifikationen beträgt die Streckenlänge jetzt etwas mehr als 7 km, der schnelle und hügelige Charakter wurde aber nie verändert. Während des LMS Laufs 2008 wurde von den siegreichen Fahrern Marc Gene, Nicolas Minassian und Jacques Villeneuve eine Rekordrunde von 1:59.883 auf den Asphalt gezaubert.

Spa Francorchamps liegt weniger als 160 km von der KSM Werkstatt in Siegburg entfernt und kann damit, neben dem 1000 km Rennen am Nürburgring, als weiteres Heimrennen des Teams betrachtet werden.

Spa Francorchamps

Im letzten Jahr verlief das Wochenende in Spa sehr unglücklich für KSM und fand nach einem Zwischenfall im Qualifikationstraining ein vorzeitiges Ende, als man auf den Start aus Sicherheitsgründen verzichten musste. Die Zeit seit dem letzten Rennen in Barcelona wurde für eine intensive und gründliche Vorbereitung genützt und es wurden einige kleinere Modifikationen am Fahrzeug vorgenommen.

Hardy Schiller: "Während der 4 Wochen Pause seit dem Rennen in Spanien wurden einige Änderungen an unserem Paket vorgenommen und ich bin zuversichtlich, dass diese Schritte in die richtige Richtung führen. Das Rennen in Barcelona hat gezeigt, das die neuen Boxenstopregeln, die nur noch 2 Mechaniker am Auto erlauben, eine große Herausforderung für das Team sind, aber ich bin sicher, das unsere Crew aus Mechanikern, Ingenieuren und Fahrern auch in Spa wieder eine gute Vorstellung abliefern wird. Wenn alles nach Plan verläuft, werden wir ein gutes Ergebnis erzielen."

Kai Kruse: "Obwohl unsere letzte Vorstellung in Belgien sehr unglücklich verlief freue ich mich auf das nächste Wochenende und sehe dem 1000 km Rennen mit großer Spannung entgegen. Der Hochgeschwindigkeitscharakter der Strecke macht dieses Rennen auch zur idealen Vorbereitung für die kommenden 24 Std. von Le Mans. Dies ist in diesem Jahr umso wichtiger, weil der Testtag in Le Mans abgesagt wurde. Der Wettbewerb in Spa wird sehr hart sein, aber aufgrund unseres starken Speeds in Barcelona erwarte ich eine gute Vorstellung von uns."

Kruse Schiller Motorsport

Pressemitteilung 9. April 2009: Viele Runden - aber leider keine Punkte

Sehr gespannt reiste das KSM Team nach der langen Winterpause nach Spanien. Das erste Rennen einer neuen Saison ist immer etwas Besonderes. Es hatte seit Ende der Saison 2008 einige wichtige Veränderungen gegeben, KSM hat für dieses Jahr 2 neue Fahrer und einen neuen Renningenieur. Abgesehen von dem Rennen stand man also auch vor der Herausforderung, die neuen Mitglieder ins Team zu integrieren, dies gelang aber absolut problemlos.

Das 1. freie Training am Freitag verlief ohne große Zwischenfälle. Hideki fuhr eine 1:40er Zeit, Matthew war etwas langsamer, nur Francesco konnte leider nur 1 Runde drehen weil die Session beendet wurde. Insgesamt konnte das Team 26 Runden drehen, belegte am Ende der Session einen respektablen 6. Platz in der Zeitentabelle und ließ sogar ein LMP1 Fahrzeug hinter sich...

Beim nächsten freien Training am Samstag lief es genauso gut und der Lola verbrachte noch mehr Zeit auf der Strecke, insgesamt 37 Runden. Francesco verlies die Box als erster und erreichte ziemlich leicht eine 1:42er Zeit. Danach war Matthew an der Reihe, er fuhr 14 Runden, darunter auch einige 1:42er Zeiten und als beste Zeit eine 1:41.8. Zum Schluss fuhr Hideki, er ließ einiges am Auto verändern und ging mit frischen Reifen raus. Seine beste Zeit war eine 1:40.3 - gut genug für den 7. Platz in der Zeitentabelle.

Barcelona

Barcelona, 3. April 2009: Unser Lola Mazda vor der technischen Inspektion

Das Qualifikationstraining wurde dann von Hideki gefahren, der eine ähnlich gute Vorstellung wie in den freien Trainingssitzungen zeigte und wiederum den 7. Platz in der Klasse und damit den 18 Gesamtrang in der Startaufstellung belegte.

Der Rennsonntag kam, im Warm up wurde der 6 Platz in der Klasse erzielt Matthew übernahm dann den Start in dieses Rennen und ließ es zunächst defensiv angehen, um sich aus etwaigen Startkollisionen herauszuhalten. Er kam in 9. Position aus der 1. Runde zurück und legte danach ein gleichmäßiges Tempo vor. Während der 1. Safety Car-Phase kam er dann etwas früher als geplant an die Box um nachzutanken. Danach fuhr er dann einen fast vollständigen nächsten Stint bevor das Safety-Car wieder herausging. Er hatte sich bereits auf die 7. Position vorgearbeitet, als er den Lola Mazda an Francesco übergab, der die nächsten 2 Stints damit fuhr.

Hideki übernahm dann später den Wagen von Francesco, geplant war ursprünglich ein 3-facher Stint für ihn. Leider war dann das Rennen vorzeitig vorbei, als sich nach etwa 4 Std. der Ventiltrieb verabschiedete und das Fahrzeug in der Seat-Kurve ausrollte. Mittlerweile hatte man eigentlich schon die 4. Position ins Auge gefasst, dies war dann natürlich umso enttäuschender für das ganze Team.

Hardy Schiller: "Natürlich können wir mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein, zumindest konnten wir aber wertvolle Erfahrungen für die nächsten Rennen sammeln. Alle 3 Fahrer haben ein gleichmäßiges Tempo vorgelegt und lagen innerhalb von 1 bis 1.5 Sekunden. Unser neuer Renningenieur Gavin Wills leistete wertvolle Arbeit für die weitere Entwicklung des Fahrzeugs und wir schauen jetzt nach vorne und freuen uns auf das Rennen in Spa-Franchorchamps. Ich möchte mir hiermit beim gesamten Team bedanken - wieder einmal haben alle hervorragend zusammengearbeitet."

Kai Kruse: "Wir hatten eigentlich den 4. Platz im Visier aber verloren leider einiges an Zeit durch Reparaturen nach 2 Kollisionen mit GT2-Ferraris. Der Motorschaden hat uns völlig überraschend und ohne jede Vorwarnung getroffen, bis zu diesem Zeitpunkt lief das Triebwerk sehr gut. Keine Frage - ich bin sehr enttäuscht, dass unsere gute Leistung nicht mit Meisterschaftspunkten belohnt wurde, aber zumindest gibt es Grund, optimistisch in die Zukunft zu schauen. Wir konnten viele Runden drehen und abgesehen vom Motorproblem gab es keine einzige Schwachstelle in unserem Paket."

Kruse Schiller Motorsport

Pressemitteilung 27.03.2009: KSM gibt das Team für 2009 bekannt

Am Ende dieser langen Winterpause kann KSM jetzt das neue Team für 2009 vorstellen. Die Siegburger Mannschaft hat sich sorgfältig auf die 2. Saison in der Le Mans Serie vorbereitet. Die 3-köpfige Fahrermannschaft hat 2 neue Piloten, Matthew Marsh und Francesco Sini.

Der Italiener Francesco Sini, geboren 1980 in Fano, startete seine Motorsport Karriere bereits im Alter von 9 Jahren in der italienischen Minikart-Serie. Später gewann er insgesamt 8 regionale Kart-Meisterschaften und sammelte etliche nationale Trophäen. Weitere Schritte waren die Formel Renault und der Radical Euro Cup, in dem er einen Radical SR8 LM fuhr. Im letzten Jahr gewann Francesco die Radical European Master Serie mit dem Team Solaris Motorsport Radical Italy. Insgesamt erzielte er 12 Siege und 6 Podiumsplätze in seiner Klasse.

Matthew Marsh wurde 1968 in England geboren und lebt seit 1990 permanent in Hongkong. In seinen verschiedenen Rollen als Rennfahrer, Motorsportjournalist und Fahrer-Trainer ist er eine der bekanntesten Persönlichkeiten im asiatischen Motorsport. Im Jahr 2008 erzielte er als erster Fahrer aus Hongkong einen Punkt in der FIA GT Weltmeisterschaft, er belegte einen respektablen 8. Platz in der letzten WTTC Runde beim Grand Prix in Macau. Davor konnte er bereits die Flagge von Hongkong bei den 24 Std. von Le Mans 2007 vertreten, dort fuhr er einen Ferrari 430.

Der Japaner Hideki Noda, Jonathan Kennard, geboren 1969 in Osaka, ist ein alter Hase in Automobilrennsport. Bereits 1994 fuhr er in der Formel 1, später setzte er seine Karriere in der Indy Lights Serie, Formel Nippon, der japanischen GT-Meisterschaft, der Indy Racing League, der A1GP-Serie und der japanischen Le Mans Challenge fort, in dieser Serie gewann er 2007 den Titel. Hideki kam bereits letztes Jahr zu KSM und entschied sich dafür, auch 2009 das Team zu verstärken. Dies bringt Kontinuität in die Mannschaft und seine neuen Kollegen Francesco und Matthew werden mit Sicherheit von seiner Erfahrung im KSM Lola Mazda profitieren.

Magny Cours

Magny Cours, 18. März 2009: Der neue KSM Fahrer Matthew Marsh testet den KSM Lola Mazda

Das Team wird seinen Lola B07/46 einsetzen, zurzeit wird das Fahrzeug im Bereich der Aerodynamik aufgerüstet, um dem neuen Reglement für 2009 zu entsprechen. Die ursprünglich geplante Anschaffung eines Lola Coupes musste verschoben werden. Der Wagen wird wie bereits im letzten Jahr von einem Mazda Motor angetrieben, die Reifen kommen von Dunlop. In der vorigen Woche testete KSM 2 Tage lang intensiv auf der Strecke von Magny Cours in Frankreich. Francesco Sini, der den Lola Mazda bereits letztes Jahr im August auf dem Lausitzring testen konnte, erzielt dabei einige sehr gute Rundenzeiten und genoss es sichtlich, wieder im Fahrzeug zu sitzen. Für Matthew war dies der erste Einsatz am Steuer eines LMP2-Sportprototypen und er gewöhnte sich sehr schnell an das Fahrzeug.

Hardy Schiller: "Ein Italiener, ein in Hongkong lebender Engländer und Hideki aus Osaka am Steuer eines in England konstruierten Chassis mit einem japanischen Motor, eingesetzt von einem deutschen Team - wir sind vermutlich eine der internationalsten Mannschaften in der Le Mans Serie. Zusammen mit neuen Partnern wie Flex-Box, Pantalone Cisco, Neutral, CMTI und anderen haben wir ein gutes Paket für die neue Saison geschnürt. Im Vorjahr blieben wir leider unter unseren Erwartungen, für 2009 erhoffen wir uns bessere Resultate."

Kai Kruse: "Ich bin wirklich glücklich darüber, heute die neue Mannschaft verkünden zu können, denn dies ist bei den derzeitigen Turbulenzen im Finanzmarkt und in Zeiten der Weltwirtschaftskrise sicher nicht selbstverständlich. Kontinuität betrachten wir als ganz wichtigen Erfolgsfaktor und deshalb freue ich mich darüber, dass viele aus unserem Vorjahres-Team von Mechanikern und Ingenieuren und auch unser Fahrer Hideki Noda 2009 wieder bei uns sind. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch die neuen Teammitglieder herzlich willkommen heißen, Francesco, Matthew, unseren neuen Renningenieur Gavin Wills und noch einige andere. Die lange Winterpause ist jetzt endlich vorbei, das erste Rennen in Spanien steht kurz bevor und ich freue mich, das es endlich losgeht!"

Hideki Noda: "Ich freue mich sehr auf meine 2. Saison in der Le Mans Serie, dies ist ohne Zweifel eine Herausforderung, denn die LMS ist eine der besten Sportwagenserien der Welt. Nachdem wir im letzten Jahr viel Erfahrung sammeln konnten, erwarten wir jetzt eine Steigerung und eine gute Performance. Ich freue mich auf meine neuen Teamkollegen Francesco und Matthew, beide bringen sehr viel Erfahrung im Motorsport mit."

Francesco Sini: "Ich bin sehr froh darüber, die Gelegenheit zu haben, die gesamte Le Mans Serie 2009 für das Team KSM bestreiten zu können, Hardy Schiller und Kai Kruse haben die Tür weit aufgemacht um mich mit an Bord zu holen. Während der langen Winterpause habe ich zusammen mit Hardy und Kai an den 24 Std. von Köln teilgenommen, einem Indoor-Kartrennen. Wir hatten viel Spaß dabei und so etwas ist für das Team-Building ganz hervorragend."

Matthew Marsh: "Die 2 Testtage in Magny Cours mit KSM habe ich sehr genossen. KSM ist ein sehr professionelles Team, das sah man in der Vorgehensweise während der Testfahrten. Die 30 Runden im Lola Mazda waren für mich eine ganz besondere Erfahrung. Aus diversen GT-Rennwagen war ich Fliehkräfte in den Kurven von ca. 1.5 g gewohnt, die 2,4 g im Lola Mazda waren schon sehr spannend!"

Kruse Schiller Motorsport

Press Release 20.9.2008: Das letzte Rennen - der letzte Punkt

Die Vorbereitungen auf den letzten Lauf der Le Mans Serie begannen mit Testfahrten auf dem Hockenheimring, welche zwar einige Erkenntnisse brachten, leider jedoch aber auch mit einem Motorschaden endeten. Da die Zeit nicht mehr reichte, den Motor am Teamsitz in Siegburg zu wechseln, reiste das Kruse Schiller Motorsport Team früher als ursprünglich geplant nach Silverstone in England, um am Mittwoch vor dem Rennen vor Ort den Motor zu wechseln. Am Donnerstag wurden dann bei einem Shakedown in Stowe alle Systeme erfolgreich überprüft und so war das Team gut vorbereitet auf die Trainingsläufe.

Alle 3 freien Trainingsläufe, das Qualifying und auch das Rennen selber liefen aus technischer Sicht absolut ereignislos, der Wagen und vor allem der Mazda-Motor funktionierten wie ein Uhrwerk. Es gab jedoch einige Probleme im Bereich des Setup und der Reifen und dadurch wurden wirklich schnelle Rundenzeiten leider verhindert. Im 1. freien Training erzielte das Team eine 1:43.236 (11. Platz in der LMP2 Klasse). Das verregnete 2. freie Training sah das Team dann mit einer Zeit von 2:18.967 auf dem 5. Platz der Klasse, im Regen funktionierten Reifen und das Setup sehr gut. Leider blieb es dann aber für den Rest des Wochenendes weitgehend trocken...

Im Qualifying am Samstag saß Jean de Pourtales hinter dem Lenkrad des Lola-Mazda, Lola-Judd und erzielte mit einer Rundenzeit von 1:38.417 den 12. Platz, der 25. Platz insgesamt in der Startaufstellung. Ein besseres Ergebnis wäre durchaus möglich gewesen, denn in seiner letzten fliegenden Runde fuhr Jean in den ersten beiden Sektoren eine persönliche Bestzeit und nur ein kleines Problem im 3. Sektor verhinderte eine bessere Startposition.

Der Rennsonntag kam - und mit mehr als 50.000 Zuschauern wurde ein neuer Rekord aufgestellt. Noch nie zuvor sahen so viele Zuschauer live an der Strecke einen Lauf der Le Mans Serie, und die Tatsache das noch wichtige Titelentscheidungen offen waren zwischen Peugeot und Audi trug sicherlich zum hohen Zuschauerandrang bei. Angesichts dieser Zahlen hatte dann auch der Wettergott ein Einsehen und verzichtete auf das übliche nasse Wetter, welches schon so viele Spätsommerrennen in England prägte.

Nun, das Rennen hielt was es versprach, und über mangelnde Spannung während des Rennens brauchten sich weder die Fahrer noch die Zuschauer zu beklagen. Auch die KSM Piloten Jean de Pourtales und Hideki Noda hatten einige aufregende Momente im Verkehr auf dem Kurs im Silverstone, insbesondere beim Überholen der langsameren GT-Fahrzeuge. Gott sei Dank meisterten die beiden dies jedoch hervorragend, nicht selbstverständlich, denn das solche Überrundungsmanöver auch schief gehen können, dies musste das französiche Peugeot Team ja schmerzlich erfahren. Die Boxenstoppstrategie bei KSM war sehr gut, insbesondere die Safetycar-Phasen wurden strategisch sehr gut genutzt.

Der Kruse Schiller Lola Mazda holte mit dem 8. Platz den letzten zu vergebenden Meisterschaftspunkt. Natürlich hatte das Team mehr erhofft, aber nachdem man in dieser Saison bereits mehrmals mit leeren Händen abreisen musste, war dies dann doch noch ein zumindest zählbares Ergebnis.

Hardy Schiller: "Ich bin mit einem guten Gefühl nach England gereist und wünschte mir ein sorgenfreies Rennen mit einer Platzierung in den Top 6. In den Trainings mussten wir allerdings feststellen das uns die gleichen Probleme mit den Vorderreifen wie am Nürburgring einholten. Wir haben die Vorderreifen einfach nicht richtig zum arbeiten bekommen. Deshalb hatten unsere Fahrer mit starkem untersteuern zu kämpfen. Ansonsten hatten wir ein stressfreies Rennen mit wieder einmal ganz tollen Boxenstops von unserer Mannschaft bei der ich mich hiermit auch bedanken möchte."

Kai Kruse: "Das wir das Rennen in Silverstone beenden konnten und dabei noch einen Punkt ergattern konnte, lässt den Saisonabschluss ein wenig versöhnlich erscheinen. Es ist kein Geheimnis, das wir mit der Saison nicht zufrieden sind und unsere Erwartungen nicht erfüllt haben. Zum einen war die Konkurrenz stärker als erwartet und uns ist es nicht recht gelungen das Zusammenspiel Fahrer- Set Up und Reifen in Einklang zu bringen - daran werden wir im Winter weiter arbeiten. Positiv stimmt mich die Leistung unsere Mannschaft, die es trotz später Entscheidung zu dem ganzen Programm und einiger Rückschläge immer wieder geschafft hat, den Lola Mazda mit einer guten Zuverlässigkeit auf die Strecke zurückzubringen."

Kruse Schiller Motorsport

Press Release 21. August 2008: KSM im Ziel am Nürburgring

Zum 1. Mal seit dem 1000 km Rennen in Monza erreichte der KSM Lola Mazda die Zielflagge - und dies, obwohl es während des Rennens erhebliche Probleme gab.

Während der freien Trainings und des Qualifikationstrainings lief der Lola Mazda technisch absolut problemlos und zeigte eine hohe Zuverlässigkeit. Leider hatte das Team jedoch mit zu geringen Reifentemperaturen zu kämpfen, was den Job der beiden Fahrer Jean de Pourtales und Hideki Noda nicht gerade einfach machte. Die Rundenzeiten blieben in der Folge moderat, im entscheidenden Qualifikationstraining erreichte das Team eine Rundenzeit von 1:47,233, dies bedeutete den 26. Startplatz (12. Platz in der LMP2 Klasse).

Am Renntag herrschten hervorragende Wetterbedingungen und erfahrene Nürburgringbesucher wissen, dass dies auch ganz anders aussehen kann. Obwohl der Start- und Zielbereich derzeit eine Großbaustelle ist, war die Atmosphäre sehr gut und mehr als 20.000 Zuschauer kamen zum Rennen. Nach einem ereignislosen Warm up und einem guten Start legte Hideki Noda leider bereits nach 7 Runden einen verfrühten Boxenstop ein. Zunächst wurde ein Problem mit den Reifen vermutet, nach einer gründlichen Überprüfung konnte der Wagen jedoch schnell wieder auf die Strecke geschickt werden.

Während der nächsten Runden lief das Fahrzeug dann ohne Probleme. Regelmäßige Zuschauer der Le Mans Serie wissen, das KSM in dieser Saison nicht gerade von der Glücksfee verfolgt wurde - und dies war leider auch am Nürburgring wieder der Fall. Während des 2. regulären Boxenstopps wurde ein Kupplungsdefekt entdeckt, und obwohl das Fahrzeug weiterfahren konnte gab es in der Folge natürlich bei jedem Boxenstop Verzögerungen, denn ein Anfahren war nur noch bei eingelegtem Gang mit Hilfe des Startermotors möglich. Trotzdem hielt das Fahrzeug diese Tortur bis zum Schluss durch und das Rennen konnte beendet werden, obwohl sich das Team von seinem Heimspiel natürlich deutlich mehr erwartet hatte.

Nürburgring

1000 km Nürburgring: Hideki Noda am Lenkrad

Am Ende lag KSM dann nach 172 gefahrenen Runden auf dem 21. Platz im Gesamtklassement (11. Platz in der LMP2 Kategorie), die schnellste dabei erzielte Rundenzeit betrug 1:48,094. Das Team bereitet sich jetzt auf den letzten Lauf der Le Mans Serie in Silverstone vor.

Hardy Schiller: "Einerseits ist ein 11. Platz in der Klasse natürlich kein Wunschergebnis, auf der anderen Seite war es aber auch wichtig, nach den Ausfällen in Belgien und in le Mans mal wieder über die volle Distanz zu kommen. Im Training lief es schon sehr bescheiden, weil wir in den ersten beiden freien Trainings vergeblich versucht haben, einen neuen Dunlop-Reifen zum Funktionieren zu bringen. Im 3. freien Training verwendeten wir dann wieder die bisherige Reifenmischung und das Ergebnis wurde sofort besser, aber die Pneus arbeiteten immer noch nicht gut genug um eine wirklich schnelle Rundenzeit zu erreichen. Für das Rennen war meiner Meinung nach der nötige Speed grundsätzlich da, leider verabschiedete sich im ersten Drittel des Rennens das Ausrücklager der Kupplung , so das wir bei den Boxenstops sehr viel Zeit beim Losfahren verloren haben. Das gesamte Team hat wie immer einen super Job gemacht, wofür ich mich hiermit noch mal bedanken möchte."

Kai Kruse: "Sicherlich war es gut, nach langer Zeit mal wieder die Zielflagge zu sehen, aber das Ergebnis entspricht natürlich nicht unseren Erwartungen - speziell nach unseren positiven Vorbereitungen. Uns ist es leider nicht gelungen die Reifen optimal ans Arbeiten zukommen, was Hideki und Jean das Leben natürlich nicht leichter gemacht hat. Unter diesen Umständen haben beide einen guten Job gemacht und unsere Rundenzeiten im Rennen stimmen mich ebenfalls positiv, da wir im Rennen durchaus konkurrenzfähig waren und in die Punkte hätten fahren können. Der Kupplungsausfall beruht auf einem Schaden an einem Kleinteil, was natürlich sehr ärgerlich ist. Ansonsten möchte ich der Mannschaft wieder einmal dafür danken, dass unsere Boxenstops optimal verliefen und das Auto bis auf den Kupplungsausfall absolut zuverlässig lief."

Kruse Schiller Motorsport

Press Release 8. August 2008: Kruse Schiller Motorsport blickt optimistisch auf Heimrennen

Vom 15.-17.08.2008 findet auf dem Grand Prix Kurses des Nürburgrings das traditionelle 1000 km Rennen statt, welches im Rahmen der Le Mans Series als 4. von 5 Wertungsläufen zur berühmtesten Europäischen Sportwagenmeisterschaft ausgetragen wird. Die Rennstrecke liegt weniger as 100 km entfernt von unserem Teamsitz in Siegburg und wir freuen uns natürlich ganz besonders auf unser Heimrennen.

Der bisherige Saisonverlauf hat unsere Erwartungen bei weitem nicht erfüllt, insbesonders wenn man an die Unfälle beim letzten LMS Rennen in Spa Francorchamps und beim 24h Rennen in Le Mans denkt. Wir haben die 8-wöchige Sommerpause genutzt um uns intensiv auf die letzten 2 Rennen der LMS Saison vorzubereiten. Unser Lola Mazda LMP2 wurde sorgfältig wieder aufgebaut und dabei wurden einige Verbesserungen im Bereich Gewichtsoptimierung und Fahrzeugdämpfung umgesetzt. Die Öhlins Stossdämpfer wurden bei einem Prüfstandstag mit dem Fahrzeug in England an neue Reifenkonstruktionen von Dunlop, welche die Sommerpause ebenfalls intensiv nutzten, angepasst. Die gewonnen Erkenntnisse konnten wir dann bei einem erfolgreichem Test am Eurospeedway auch gleich umsetzen. Unsere Stammfahrer Hideki Noda und Jean de Pourtales sowie 2 italienische Nachwuchsfahrer fuhren problemlos nahezu 600 Kilometer. Wir haben uns einige neue Fahrwerkseinstallungen erarbeitet, mit denen wir für die Streckenanforderungen des Nürburgrings gut gerüstet sind.

Eurospeedway

Test auf dem Eurospeedway

Hardy Schiller: " Die Sommerpause hat uns allen gut getan, nachdem wir direkt nach Le Mans, was mit dem schweren Unfall von Hideki wirklich sehr anstrengend war, erstmal 2 Wochen Pause gemacht haben. Mit vollen Batterien haben wir dann wieder Gas gegeben und die Jungs haben den Wagen in einigen Bereichen weiter optimieren können und der Test am Eurospeedway stimmt uns zuversichtlich in die richtige Richtung gearbeitet zu haben, insofern freue ich mich sehr auf unser "Heimrennen" am Ring."

Kai Kruse: " Die Sommerpause war wirklich nötig! Wir hatten mit den 3 LMS Rennen, den 24h von Le Mans und unseren Tests eine wirklich intensive erste Jahreshälfte. Leider sind wir bisher für unsere Bemühungen und Anstrengungen noch nicht belohnt worden. Wir haben nach einer kurzen Pause wieder intensiv gearbeitet um unseren Lola Mazda weiter zu verbessern. Leider, oder Gott sei dank, ist das Level in der Serie inzwischen so hoch, das man sich als Team immer weiter verbessern muss, deshalb bereiten wir uns z.T. auch schon auf 2009 vor. Stillstand bedeutet hierbei Rückschritt und ich hoffe dass unsere Schritte groß genug sind um auf die starke Konkurrenz ein wenig Boden gut machen zu können. Wir haben eine tolle Truppe von Ingenieuren und Mechanikern und ich bin mir sicher, Sie sind genauso motiviert für unser Heimrennen am Ring wie ich es bin - wir freuen uns das es wieder losgeht!"

Hideki Noda: " Ich freue mich dass es wieder losgeht und es war gut nach meinem Unfall in Le Mans vor dem Rennen am Ring noch mal im Auto zu sitzen. Das Team macht einen guten Job und der Lola fühlt sich mit den Verbesserungen gut an, nur waren wir bisher leider nicht von Glück verfolgt. Wir hoffen das sich das nun ändert und wir am Nürburgring ein gutes Ergebnis einfahren können."

Jean de Pourtales: "Ich bin überzeugt dass sich die Bemühungen des Teams bald bezahlt machen werden. Die Änderungen vom letzten Test stimmen mich positiv, ebenso wie die Zuverlässigkeit die der Lola und speziell der Mazda Motor an den Tag legen. Ich freue mich das es wieder los geht!"

Kruse Schiller Motorsport

17. Juni 2008: Im Geiste von Le Mans

Technische Abnahme und Training

Teams wie KSM seien "im Geiste von Le Mans" - dieser Kommentar im Eurosport TV während der Übertragung am Samstagabend war zumindest eine kleine Anerkennung für unseren Einsatz, das Auto an den Start der 24 Std. von Le Mans zu bekommen. Radio Le Mans bezeichnete uns sogar als "Helden des Wochenendes", klingt gut, aber kommen wir zunächst mal zum Anfang der Rennwoche:

24h of Le Mans

Obwohl der Franzose Jean Francois Yvon während des offiziellen Testtages als 3. Fahrer in unserem Auto saß, entschieden wir uns dann doch für den Dänen Allan Simonsen, eine ausgezeichnete Wahl, wie seine späteren Rundenzeiten zeigen sollten. Nach erfolgreich absolvierter technischer Abnahme - sie findet in der Innenstadt von Le Mans auf dem "Place du Jacobin" statt - erzielten wir dann im ersten Training eine Rundenzeit von 3'47.802. Kurz danach, etwa 10 Minuten vor dem Ende des ersten Trainings, gab es dann leider ein Problem mit der Kupplung. Die abschliessende Reparatur dauerte dann leider etwas länger, so das wir während der 1. Stunde des Nachttrainings leider nicht auf die Strecke gehen konnten.

24h of Le Mans

Es geschah dann etwa 30 Minuten vor Mitternacht und dem Ende des Nachttrainings: Hideki war bereits auf seiner letzten Runde und auf dem Weg zurück in die Box als das Auto die Randsteine eingangs der Dunlopschikane berührte, Unterluft bekam und dann kurzerhand abhob. Nachdem sich der Wagen insgesamt 8-mal überschlagen hatte kam der Lola - oder vielmehr das, was davon noch übrig war - im Kiesbett zum Stillstand, währenddessen "regneten" noch weiterhin Trümmerteile vom Himmel. Nach endlos erscheinenden Sekunden fing Hideki dann an, sich zu bewegen und konnte zu unserer grossen Erleichterung das Auto aus eigner Kraft verlassen. Während Hideki zum obligatorischen medizischen Test musste, wurden die Überreste unseres Lola Mazda eingesammelt und zurück an die Box gebracht.

Video: Hideki's Unfall bei YouTube, 3:21 Min.

Das 48 Std. Rennen

Das Auto als "schwer beschädigt" zu bezeichen wäre wohl die Untertreibung des Wochenendes, es war ein Wrack, welches in unserer Box angeliefert wurde! Die Sprecher von Radio Le Mans und die meisten Leute, welche den Unfall und das Auto gesehen hatten, waren sich sicher, das unser Startplatz am Samstag leer bleiben würde. Nachdem wir die restlichen Trümmer der Verkleidung und der Radaufhängungen entfernt hatten, stellte sich heraus, daß das Chassis vorne links Risse bekommen hatte.

24h of Le Mans

Die Lola Techniker an der Rennstrecke bildeten sofort eine "schnelle Eingreiftruppe" und kamen zur Hilfe. Nach einer intensiven Begutachtung des Schadens und abschließender Diskussion erhielten wir dann am Donnerstagmittag grünes Licht von Lola und dem Veranstalter A.C.O. für eine Reparatur des Chassis. Vor uns lag nun die Herkulesaufgabe, bis zum Samstag ein rennfähiges Auto auf die Beine zu stellen. Dabei unterstützten uns alle unsere Partner hervorragend, Lola-Chef Martin Birrane besuchte persönlich unsere Garage und fragte nach, ob wir weitere Unterstützung benötigten. Das 48 Std. Rennen bis zum Warm-up am Samstag hatte begonnen - Hey, wer braucht schon Schlaf?

24h of Le Mans

Der komplette Wiederaufbau unseres Autos verschlang natürlich den Löwenanteil unseres Vorrates an Ersatzteilen - wenn also während des Rennens z.B. irgendwas an der Verkleidung beschädigt würde, dann müsste Klebeband zur Reparatur reichen. Glücklicherweise brauchten wir uns um den Motor keine Sorgen zu machen, denn der Einsatzmotor für das Rennen befand sich noch nicht im Fahrzeug, als der Unfall passierte. Am Samstagmorgen war es schließlich geschafft, und der Applaus von der Hauptribüne, als unser Auto mit Hideki am Lenkrad die Boxengasse verließ, war unvergesslich und der emotionale Höhepunkt des Wochenendes.

Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns nochmal ausdrücklich bei allen unseren Partnern bedanken, die Unglaubliches geleistet haben um das Auto wieder auf die Strecke zu bringen: die Lola Techniker, die Leute vom "Projekt Seven" und natürlich ganz besonders bei unserer Mechanikercrew, die einen tollen Job gemacht hat.

Das 24 Std. Rennen

24h of Le Mans

Nach dem Warm-Up stellte sich heraus, das noch einige weitere Reparaturen nötig waren, aber schließlich schafften wir es dann, pünktlich unseren Platz in der Startaufstellung einzunehmen. Während der ersten Stunden funktionierte der Wagen weitgehend störungsfrei, kaum zu glauben wenn man an die letzten 3 Tge zurückdachte. Vom Speed her haben wir uns darauf konzentriert, das Tempo der schnellsten GT1-Fahrzeuge zu halten, denn unsere Priorität lag natürlich weniger auf Top-Rundenzeiten, sondern vielmehr auf dem Erreichen der Zielflagge. Wir hielten gut mit und Allan Simonsen konnte sogar eine Runde in 3:46,061 fahren, unsere schnellste Runde der gesamten Rennwoche.

Nach der ersten Stunde lagen wir auf Platz 39, nach zwei Stunden auf Platz 34 und nach vier Stunden führte und der stündliche A.C.O.-Bericht auf Platz 28. Wir waren gerade dabei, weitere Positionen gutzumachen, als ein Problem mit der Schaltung zum Verlust des 5. Gangs führte. Wenn so etwas kurz vor dem Ende des Rennens passiert, ist das normalerweise kein Problem, man fährt einfach mit den verbliebenen Gängen weiter. Da sich das Rennen aber noch in der Anfangsphase befand, entschlossen wir uns zu einer Getriebereparatur. Dabei verloren wir ca. 50 Minuten aber letztendlich waren wir wieder auf der Strecke und das Rennen ging für uns weiter. Weitere Probleme tauchten auf, die uns aber alle nicht soviel Zeit kosteten wie das Getriebeproblem.

Es war dunkel, wirklich stockdunkel als das Pech am Sonntagmorgen um 2:33 ein letztes Mal zuschlug: Jean musste, nachdem er eine grosse Rauchwolke produziert hatte, den Wagen im Innenbereich der Strecke hinter Mulsanne abstellen, leider so weit weg von der Box wie irgend möglich. Die Kraftübertragung streikte und es ging nicht weiter.

24h of Le Mans

Jean fährt mit einer Prothese als linkem Arm. Da an dieser Prothese das Lenkrad fixiert ist, musste er die Heckverkleidung einhändig entfernen und Reparaturversuche starten. Später funkte er dann mit der Bitte um Unterstützung die Box an, aber es gelang uns nicht mehr, das Auto zum Laufen zu bringen - ein Teil des Antriebs zwischen Motor und Getriebe war defekt.

Das Auto stand in einem Bereich der Strecke, welcher nicht über Zufahrtstrassen zu erreichen war. 2 Stunden nach dem Ausfall lief Jean dann durch den Wald zurück in Richtung Boxengasse, das Rennen war damit leider vorbei für uns.

Nun, nach diesen Ereignissen fällt es wirklich nicht leicht, ein positives Fazit am Ende dieses Berichtes zu ziehen, aber zumindest wissen wir nun, was für eine tolle Crew wir haben und was wir zusammen mit unseren Partnern leisten können: Wir haben niemals aufgegeben!

Kruse Schiller Motorsport

Pressemitteilung 6. Juni 2008: Kruse Schiller Motorsport fiebert dem Saisonhöhepunkt entgegen

Am übernächsten Wochenende finden im französischen Le Mans die 76 Auflage des berühmtesten 24h Rennen im Motorsport statt, die "24 heures du Mans. Nach einer bisher durchwachsenen Saison in der Le Mans Serie, für das Team aus Siegburg, fiebert die Mannschaft rund um Hardy Schiller und Kai Kruse diesem Event mit Ihrem LMP2 Lola Mazda mit Hochspannung entgegen. Zwei äußerst positive Tests in Magny Cours und am vergangenen Wochenende beim sogenannten Pre-Test in Le Mans selbst, lassen die Mannschaft zuversichtlich auf das Event vorausblicken. Das Lola B07/46 Chassis und der Mazda MZR-R Motor zeigten die Zuverlässigkeit die beim Rennen zweimal um die Uhr eine sehr entscheidende Rolle spielen. Ebenso erlaubte das regnerische Wetter in Le Mans auch diverse Reifenmischungen und Konstruktionen von Dunlop für die unterschiedlichen Bedingungen auszuprobieren, was ebenfalls durchweg zu positiven Ergebnissen geführt hat. Entscheidend für den Erfolg in Le Mans ist nicht primär der Speed, sondern vielmehr ein hoher Grad an Zuverlässigkeit der Technik, schnelle und sichere Boxenstops wo Kruse Schiller Motorsport im Verlauf der 2008er Le Mans Series Saison zu den schnellsten Teams zählt, eine gute Strategie und mit Hideki Noda, Jonathan Kennard, Jean de Pourtales und Allan Simonsen eine erfahrene, schnelle Fahrerbesetzung die weiß das daß Rennen nicht in der ersten Kurve gewonnen wird. Ebenso gilt es sich schnellstmöglich an die doch oft eintretenden Witterungsbedingungen anzupassen. Die Belastung für Mensch und Maschine wird hoch sein und KSM blickt dieser Herausforderung mit Spannung entgegen.

Kai Kruse: "Es ist schwierig das Rennen in Le Mans zu beschreiben. Es wird nun mein 3.Rennen dort sein und ich weiß wie es ist zu führen, anzukommen und auch auszufallen. Für jemanden der noch nicht dort war ist es wohl kaum zu verstehen, aber wer dieses Rennen beendet oder gar gewinnt der hat für mich den Mount Everest des Motorsports bestiegen. Nirgendwo sonst geht es um das Team als Ganzes; Fahrer, Techniker und das Auto für 24h am Limit zu bewegen und es dann zu bewältigen ist ein großartiges Gefühl!"

Hardy Schiller: " Ich habe schon einige 24h "Schlachten" selbst als Fahrer miterlebt, sowohl auf dem Motorrad und auch im Auto, aber in Le Mans war ich noch nicht dabei und ich freue mich auch schon auf das Rennen. Unsere Mechaniker haben in der Vorbereitung gute Arbeit gemacht und wir waren bei allen Dingen die für solch ein langes und hartes Rennen wichtig sind sehr gründlich und präzise und das gibt mir ein gutes Gefühl. Wichtig ist das alle im Team und hier die Fahrer im Besonderen immer mit Köpfchen fahren und nicht versuchen etwas mit Gewalt zu erzwingen. Aber ich denke Jean, Hideki und Allan sind sich dessen bewußt und werden bestimmt einen guten Job machen. Wenn alles ohne Probleme läuft sind wir ganz sicher auch gut mit dabei!"

Jean de Pourtales: "Le Mans ist der Höhepunkt der Saison, insofern sind alle darauf fokussiert und für mich als Franzose ist es zudem noch mein Heimrennen. Nachdem Ausfall im letzten Jahr möchte ich hier natürlich Einiges gutmachen. Der Vortest war für uns sehr erkenntnisreich und wir konnten uns gut auf alle Wettereventualitäten einstellen. Was unseren Speed angeht bin ich ebenfalls sehr zuversichtlich, aber das Wichtigste ist das wir gut durch die Nacht kommen, um am Ende in einer guten Ausgangslage für ein gutes Ergebnis zu sein."

Hideki Noda: " Es wird mein erstes Rennen in Le Mans sein und ich hoffe, es wird sich für mich zu einem Höhepunkt meiner Karriere entwickeln! Das Team hat in den letzten Wochen hart gearbeitet und den Lola Mazda in vielen Bereichen stetig verbessert. Ich fühle mich wohl im Auto und im Team. Es kommen viele Freunde und Gäste aus Japan die mir und dem Team die Daumen drücken werden, insofern werde ich in der Rennwoche das Beste geben um am Rennsonntag mit einem guten Ergebnis über die Ziellinie zu fahren."

Allan Simonsen: " Ich bin froh das ich doch noch eine Möglichkeit gefunden habe um in Le Mans beim berühmtesten 24h Rennen mit dabeizusein, nachdem mein ursprüngliches Team seine Nennung zurückgezogen hat. Noch mehr freue ich mich natürlich, das sich eine Möglichkeit in einem so starken und professionellem Team wie KSM ergeben hat. Seit 2004 war das Siegerchassis immer ein Lola und Mazda hat mit der Unterstützung von AER einen starken Motor gebaut, der in den letzten Rennen sehr zuverlässig gelaufen ist. Zusammen mit der weiteren Unterstützung von Dunlop und wenn wir keine Probleme habe, sehe ich keinen Grund, warum Jean, Hideki und Ich am Ende des Rennens, nicht die Treppe zum Siegerpodest hochgehen sollten".

Kruse Schiller Motorsport

1. Juni 2008: Testtag in Le Mans

Die Wetterbedingungen waren sehr schwierig, der Zustand der Strecke wechselte häufig von trocken zu nass und wieder zu trocken. Unsere Fahrer sorgten jedoch für ganz solide Rundenzeiten, insgesamt schafften wir 614 Km ohne technische Probleme. Der LKW und unser Lola werden in Le Mans bleiben, jetzt heißt es warten auf die technische Abnahme in der Innenstadt von Le Mans am 10. Juni.

Testtag in Le Mans

© Deborah Dudley

Kruse Schiller Motorsport

10. Mai 2008: KSM verzichtet auf Start in Spa Francorchamps

Das Qualifikationstraining der LMP war gerade mal 5 Minuten alt als unser Lola mit Jean am Steuer in der ersten Linkskurve hinter Rivage von der Strecke abkam und in die Reifenstapel einschlug. Jean blieb dabei glücklicherweise unverletzt. Nachdem der Wagen zu unserer Box zurücktransportiert wurde fanden wir heraus, das das Monocoque leider beschädigt war. Nach einer gründlichen Inspektion des Schadens zusammen mit dem ACO und Technikern des Chassis-Herstellers Lola stellten wir fest, das das Chassis nicht repariert werden kann , und wir auf den Start verzichten müssen. Wir alle hatten arbeitsreiche Tage hinter uns, um unseren Lola für die Qualifikation und das Rennen vorzubereiten, deshalb war dies natürlich eine Riesenenttäuschung für das gesamte Team, aber wenn es um die Sicherheit geht, können und werden wir keine Kompromisse eingehen.

Nun heißt es noch mal kräftig zupacken, um den Renner für den nächsten wichtigen Termin am 1.Juni fertig zu stellen, denn dann beginnt der erste Test für die 24h von Le Mans.

1000 km Monza 2008

1000 km Spa Francorchamps 2008: Leider musste unser Lola-Mazda, Lola-Judd in der Box bleiben.

Kruse Schiller Motorsport

Press Release 28. April 2008: Positives Resultat für Kruse Schiller Motorsport in Monza.

Ein 6. Platz in der LMP2 Klasse und ein 13. Platz im Gesamtklassement bei den 1000km von Monza am vergangenen Wochenende und damit 3 Meisterschaftspunkte sind der erste Lohn für die Arbeit der letzten 2 Monate für das einzige deutsche private Sportwagenteam in der Le Mans Serie. Das Siegburger Team mit den Piloten Jean de Pourtales und Hideki Noda erlebte ein problemloses Rennen, in welchem bis zum Schluss hart um die einzelnen Positionen in der Klasse gekämpft wurde. Der Lola Mazda lief im Rennen wie ein Uhrwerk, nachdem im Training ein paar kleine Probleme dem Team kostbare Trainingszeit kosteten. Hektisch wurde es noch einmal kurz vor dem Start, nachdem auf der Installationsrunde ein defekter Getriebesensor diagnostiziert wurde, welcher gewechselt werden mußte und dazu führte, das Jean de Pourtales vom letzten Platz (44) aus der Boxengasse ins Rennen ging. Dem neu zum Team gestoßenen Fahrzeugingenieur Johannes Gruber gelang es über das gesamte Wochenende das Set Up des Lola Mazda stetig zu verbessern und man hat bereits weitere Dinge auf diesem Gebiet in die Wege geleitet, die sich mit einer weiteren Performanceverbesserung in Spa Francorchamps in 14 Tagen bemerkbar machen sollte. Weitere zu erwähnende Highlights waren ein 5. Platz im Warm Up und ein 6. Platz im Gesamtergebnis der "Michelin Energy Endurance Challenge" in der es um den günstigsten Kraftstoffverbrauch geht. Es bleibt nun wenig Zeit bis zum 3. Lauf der 2008er Le Mans Serie in Belgien in 14 Tagen, was neben dem Rennen am Nürburgring so etwas wie das 2 "Heimrennen" für die Siegburger Mannschaft ist.

1000 km Monza 2008

1000 km Monza 2008: Jean de Portales

Hideki Noda: "Es ist gut dass wir nun nach all der Arbeit mit der kurzen Vorbereitungszeit unsere ersten Punkte eingefahren haben. Obwohl wir in den Trainings mit Kleinigkeiten zu kämpfen hatten, hat die Mannschaft mir und Jean einen schnellen und zuverlässigen Lola Mazda hingestellt, ebenso waren die Boxenstopps alle sehr gut - dafür möchte ich mich beim Team bedanken! Ich konnte in meinem 3fach Stint nicht ganz die volle Leistung bringen, da sich mein Sitz verschoben hat und mir dadurch mein linker Fuß eingeschlafen ist, was das Bremsen hier in Monza nicht einfacher gemacht hat..... Ich hoffe wir können in Spa an diese Leistung anknüpfen und noch dichter an die Spitze heranrücken."

Jean de Pourtales: "Das war ein hartes Stück Arbeit! Ich hatte in meinen 4 Stints einige gute Fights, obwohl es wieder einige Haarige Momente beim Überholen der GT Fahrzeuge gab. Der Mazda Motor hat heute einen entscheidenden Teil zum Resultat auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Monza beigetragen unsere Top Speedswaren sehr gut. Ebenso sind wir mit dem Set Up auf einem guten Weg. In den beiden Lesmo Kurven war das Handling exzellent und es hat schon Spass gemacht dort an den Audi`s und Peugeot`s dran zu bleiben. Es hat heute viel Spaß gemacht und ich denke wir können uns weiter steigern!"

Hardy Schiller: "Nach diesem Rennen ist uns allen ein Stein vom Herzen gefallen, da wir an manchen Punkten schon ein wenig am zweifeln waren. Die Mannschaft, inklusive Jean und Hideki hat im Rennen eine starke Leistung gezeigt und ich muß schon sagen, das wir mit der kurzen Vorbereitungszeit; Startplatzzusage am 12. Februar; das Auto aus Amerika holen; den Motorumbau in England in der kürze der Zeit einen super Job gemacht haben und ich schon sehr stolz auf unser Team bin! Jetzt heißt es dran bleiben um in Spa dieses Ergebnis zu toppen!"

Kai Kruse: "Bis auf ein kleines Mißverständnis in der Boxenstopstrategie was uns ca. 20 Sekunden gekostet hat und das wir aus der Boxengasse starten mußten ist unser Rennen super verlaufen. Wir möchten uns bei unseren Partnern Mazda, Lola, AER und Dunlop für deren Unterstützung bedanken. Bedanken möchte ich mich auch bei unserer Mannschaft die heute erstklassige Boxenstopps abgeliefert hat, sowie bei unserem neuen Ingenieur der uns in unserer ganzen Struktur und beim Set Up ein ganzes Stück nach vorne gebracht hat. Was man inzwischen jedoch in der LMP2 Klasse erkennen muß, daß es sich um eine 2 Klassengesellschaft handelt. Mit unserer diesjährigen Leistung wären wir im letzten Jahr 2. in der Klasse geworden. Nun fahren die Porsches bei uns in der Klasse, die ungefähr den 3-4fachen Budgetaufwand betreiben und damit auch weitaus mehr als auch viele LMP1 Teams. Diese Entwicklung halte ich für bedenklich, da Sie nicht im eigentlichen Sinne des Reglements steht das unsere Klasse den Privatteam vorbehalten sein soll."

Kruse Schiller Motorsport

Press Release 23. April 2008: Kruse Schiller Motorsport erwartet erstes Resultat in Monza.

Nachdem das Siegburger Team beim Saisonauftakt der Le Mans Serie vor 3 Wochen im spanischen Barcelona nicht die Zielflagge sah ist man nach einigen Änderungen am Fahrzeug und auch an der Organisationsstruktur optimistisch in Monza das erste Resultat einfahren zu können. Es waren einige Änderungen am Fahrzeug notwendig die nun zu der gewünschten Haltbarkeit führen sollen.

Auch wenn die Zeit seit dem letzten Rennen knapp war, so war das Team trotzdem in der Lage am vergangenen Freitag einen Test am Lausitzring anzusetzen, bei welchem weitere Erkenntnise gewonnen werden konnten. Ein kurzer Roll Out am Montag diente nochmals als letzter Funktionscheck, bevor der Rennauflieger am Dienstag die Reise ins Italienische Monza antrat.

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1000 km Barcelona 2008: Hideki Noda

Hardy Schiller: "Barcelona war sicherlich eine große Enttäuschung für uns und wir haben zusammen mit unseren Partnern Mazda, AER und Lola die letzten Wochen hart gearbeitet um die Zuverlässigkeit unseres Lola Mazda sicherzustellen und ich bin sehr zuversichtlich das uns dies gelingen wird! Leider werde ich erst am Samstag in Monza anreisen können, da ich selber einen Rennen in der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring fahren werde, aber ich hoffe es gibt dann zweimal Grund zur Freude."

Kai Kruse: "In Barcelona mit einem Getriebeschaden auszufallen war sicherlich unerwartet für uns, aber eine Zielankunft wäre nach der kurzen Vorbereitungszeit schon gut gewesen. Optimistisch stimmt mich der Speed. Wir sind dran und ich denke wir werden uns auch was das angeht noch steigern können. Jeder hat gesehen welches Ergebnis der Meister aus dem Vorjahr erreicht hat und jeder konnte sehen wo er im Qualyfiing stand. Priorität ist die Zielankunft, der Rest kommt von alleine."

Jean de Pourtales: "Der Lola ist toll zu fahren und die Power vom Mazda Motor ist stark, aber all das nützt solange nichts bis wir im Ziel sind. Letztes Jahr bin ich 5. In Monza geworden, dort anzuschliesen wäre eine gute Basis."

Hideki Noda: "Wir wussten das unsere Vorbereitungszeit vor Barcelona knapp war und waren daher vorsichtig optimistisch für Spanien, aber nach all dem was ich gesehen habe was seit Barcelona am Auto passiert ist, denke ich das wir in Monza - wo Leistung gefragt ist - gut mit dabei sein werden. Ich freu mich drauf!"

Kruse Schiller Motorsport

4. - 6. April 2008: 1000 km Barcelona, Spanien - 1. Lauf der Le Mans Serie

Das allererste Rennen für ein neues Team mit einem neuen Auto - man kann sich vorstellen, wie viel Spannung und Aufregung bei uns in der Luft war, als wir uns auf den langen Weg nach Spanien machten. Am Freitig gab es 2 freie Trainings und allmählich fing es an, ganz gut auszusehen. Mit neuem Auto und gerade mal 330 Testkilometern auf dem Buckel legte Jean im 1. Training eine 1:40.602 Min Runde hin, Hideki schafte fast das gleiche - 1:40.843 Min - im 2. Training. In beiden Trainings bedeutete dies einen soliden 9. Platz unter 15 LMP2 Wagen und zudem konnten wir viele Runden drehen. Im freien Training am Samstag gab es dann sogar Platz 8 und dies war dann auch unser Qualifikationsergebnis vom Samstagnachmittag.

Kurze Zeit später hatte dann der Motor einen kleinen "Schluckauf" und als reine Vorsichtsmaßnahme entschlossen wir uns zu einem Motorwechsel. Nach all den Wochen harter Arbeit und langen Nächten war diese Startposition schon eine kleine Belohnung für unsere Arbeit und wir fühlten uns eigentlich ganz gut auf das Rennen vorbereitet.

1000 km Barcêlona

1000 km Barcelona 2008: Auf in die neue Saison!

Der Rennsonntag kam - aber leider wurde es nicht ein solch guter Tag wie die beiden vorherigen Trainingstage. Wir waren gerade in Runde 14 als die Motor- und Kühlwassertemperaturen in die Höhe gingen. Nach einigen Boxenstops behalfen wir uns dann damit, die Drehzahl etwas zu reduzieren, womit wir dieses Problem auch in den Griff bekamen. Nach etwa 2 Stunden verlor dann das Schaltsystem an Druck, wodurch die Gangwechsel sehr schwer wurden und letztlich ein Deckel des Getriebegehäuses Schaden nahm - Ende der Vorstellung!

Was nehmen wir aus Spanien mit? Zunächst die Erkenntnis, dass unser Auto eine gute Grundschnelligkeit hat. Bis zum nächsten Rennen in Monza müssen wir noch an der Haltbarkeit des Kühlsystems und am Getriebe arbeiten, aber da wir die Ursachen unserer Probleme jetzt kennen, sind wir ganz optimistisch.

Kruse Schiller Motorsport

20.-21. März 2008: Erster Test in Magny-Cours, Frankreich

Le Mans 1967

Erster Test in Magny Cours - Jean de Pourtales geht auf die Strecke

Vom 20.-21. März testeten wir mit dem frisch installierten Mazda Motor erstmals auf der Piste. Die letzten 2 Wochen davor verbrachte unser Auto in der Lola Fabrik in England, dort wurde der neue Mazda Motor eingebaut und außerdem wurde die Aerodynamik auf den letzten Stand gebracht. Am Donnerstag, den 19. März gegen 1:00 Uhr morgens verliessen wir dann die Lola Fabrik in Huntingdon, Cambridgeshire und reisten von dort direkt nach Magny-Cours in Frankreich. Dort wurde uns nicht gerade ein warmer Empfang bereitet, die Temperaturen lagen im Bereich von -2°C bis +5°C und am 2. Testtag kamen noch schwere Regenfälle hinzu. Zusammen mit uns auf der Strecke waren die Teams von Speedy, Essex, Oreca, Pescarolo, Saulnier, Luccini und Creation. Während der beiden Tage konnten wir eine Menge Information sammeln und machten dabei drei wichtige Erkenntnisse:

Für eine allererste Ausfahrt ware dies alles jedoch jedoch normal, wir sind insgesamt ganz zufrieden mit den Rundenzeiten, welche Jean und Hideki dort fahren konnten und freuen uns jetzt auf das erste Rennen in Barcelona. Trotz eines extrem engen Zeitplans werden wir alles wie geplant fertig bekommen und hoffen darauf, in Barcelona bei Rennende die Zielflagge zu sehen. Sollten dabei noch ein paar Meisterschaftspunkte herausspringen, wären wir natürlich extrem happy. Weitere Fotos von den Testfahrten in Magny Cours gibt es in unserer Fotogallerie.

Kruse Schiller Motorsport

7. März 2008: Kruse Schiller Motorsport freut sich auf die Saison 2008

Nach der Veröffentlichung der Teilnehmerlisten für die Le Mans Serie und die 24 Std. von Le Mans 2008 wurde vom neu gegründeten KSM Team bestätigt, das es an der erfolgreichsten Langstreckenserie in Europa teilnehmen wird. Das Team hat seinen Sitz in Siegburg (bei Köln) und wird von Leonhard "Hardy" Schiller und Kai Kruse geleitet.

KSM wird mit einem Lola B07/06 der neuesten Spezifikation an den Start gehen. Das Fahrzeug wird angetrieben von einem Mazda MZR Motor, der vom erfolgreichsten LMP2-Motorenlieferanten AER entwickelt wurde. Bei den Reifen haben wir uns für Dunlop entschieden.

Was die Piloten betrifft, sind wir sehr glücklich darüber, zwei sehr schnelle und erfahrene Fahrer zur Verfügung zu haben. Jean de Pourtales, der bereits in der Le Mans Serie und bei den 24 Std. von Le Mans am Start war, erwartet bessere Resultate als 2007. Sein Partner wird der frühere Formel-1-Pilot und Sieger der japanischen Le Mans Serie Hideki Noda sein. Das Team hat sich für eine 2-Fahrer-Mannschaft entschieden, um bei den 6 Std. bzw. 1000 km langen Rennen in Barcelona, Monza, Spa, Nürburgring und Silverstone die aus sportlicher Sicht besten Optionen zur Verfügung zu haben. Zur Zeit sucht KSM noch einen erfahrenen und schnellen Piloten als Verstärkung für die 24 Std. von Le Mans, Saisonhöhepunkt für alle Sportwagenfans.

Hardy Schiller: "Wir sind glücklich darüber, in der Le Mans Serie dabei zu sein, für mich ist dies eine ganz neue Erfahrung. Ich habe vollstes Vertrauen in das, was wir aufgebaut haben und zusammen mit meinem Partner Kai, dem technischen Team unter der Leitung von Roger Parks, unseren Fahrern Jean und Hideki und unseren erstklassigen Partnern und Lieferanten freuen wir uns auf eine fantastische Saison mit unserem Lola Mazda LMP2.

Kai Kruse: "Ich bin sehr glücklich und stolz darauf, wieder bei der Le Mans Serie dabei zu sein. Es war ein sehr arbeitsreicher Winter und wir mussten leider länger als erwartet auf die Teilnahmebestätigung warten. Seit ich 2005 in der Le Mans Serie bin, ist dies das beste Paket, mit dem ich jemals am Start war. Die Le Mans Serie Organisation und der ACO haben in den letzten Jahren eines hervorragenden Job gemacht und die Qualität des Starterfeldes hat sich in diesem Jahr nochmals verbessert. Es wird ein harter Wettbewerb werden und das ist genau das worauf wir uns freuen - mit einem für uns hoffentlich guten Ergebnis.

Jean de Pourtales: "Es ist schön, wieder in der Le Mans Serie und bei den 24 Std. von Le Mans dabei zu sein. Das Team hat ein gutes Paket zusammengestellt und ich freue mich auf die ersten Runden in den nächsten Tagen. Ich freue mich ebenfalls darauf, zusammen mit Hideki zu fahren, ich denke als Team können wir gute Ergebnisse erzielen.

Hideki Noda: "Nach 2 Saisons in der japanischen Le Mans Serie und dem Sieg in der Meisterschaft freue ich mich jetzt auf Europa. Das Treffen mit dem Team bei Lola in England hat mich sehr zuversichtlich gestimmt und ich bin sicher, das KSM genau die Mannschaft ist, für die ich gerne fahren will. Der Wettbewerb in der LMP2 Klasse wird in dieser Saison sehr hart sein und zusammen mit Jean und der Unterstüzung unserer Partner wird es ein erfolgreiches Jahr werden!

Kruse Schiller Motorsport

19. Februar 2008: Kruse Schiller Motorsport erhält einen Startplatz bei den 24 Std. von Le Mans

Der Veranstalter der 24 Std. von Le Mans veröffentlichte heute die Liste der Starter für das diesjährige Rennen. Am Samstag, den 14. Juni 2008 um 15:00 Uhr werden 55 Fahrzeuge am Start sein - 20 Sportprototypen in der LMP1 Kategorie, 12 in der LMP2 Kategorie, 10 GT1 Fahrzeuge und 13 in der GT2 Kategorie. Unter den "Auserwählten" ist unser Lola Mazda, wir werden wie auch in der Le Mans Serie mit unserer üblichen Startnummer 44 dabei sein. Weitere Informationen und natürlich die vollständige Starterliste gibt es auf der Website des Veranstalters A.C.O..

Kruse Schiller Motorsport

11. Februar 2008: Der A.C.O. veröffentlicht die Liste der Le Mans Serie Teilnehmer

Die Liste der 50 fest startberechtigten Teilnehmer der Le Mans Serie wurde heute veröffentlicht - und wir sind dabei! Der größte Teil des Feldes wird aus Sportprototypen bestehen - davon 15 sehr starke Fahrzeuge in der LMP2 Kategorie. Unsere Wettbewerber sind 3 Porsche RS Spyder, 2 Embassy-Judds, 2 Zyteks, 1 Pescarolo-Judd, der Lucchini-Judd, der WR-Zytek, der Bruichladdich Radical AER, der RML MG Lola, ein Speedy Racing Lola-Judd Coupé und der Quifel-ASM Lola-AER. Die vollständige Teilnehmerliste und einen Saisonüberblick der Le Mans Serie 2008 findet man auf www.lemans-series.com.